30 April 2026, 20:14

SPD-Politiker fordert radikale Kita-Reform in NRW: "Zwei-Klassen-System droht"

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit der Aufschrift "Investing in Communities: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal".

SPD-Politiker fordert radikale Kita-Reform in NRW: "Zwei-Klassen-System droht"

Dennis Maelzer, der familienpolitische Sprecher der SPD in Nordrhein-Westfalen, fordert dringende Reformen bei der Finanzierung der frühkindlichen Bildung. Die aktuellen Fördermittel reichten bei Weitem nicht aus, warnt er – andernfalls drohe eine wachsende Spaltung bei der Qualität der Kinderbetreuung.

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Diese Forderungen untermauerte Maelzer kürzlich in einer Pressekonferenz sowie im WDR-5-Programm Westblick, gestützt auf Berichte der NRW.Bank und des WDR. Kritik übt er vor allem an zwei Punkten: Zum einen prangert er das "Kernzeitenmodell" im Rahmen der Kibiz-Reform des Landes an, das seiner Meinung nach ein "Zwei-Klassen-System" in der Kinderbetreuung begünstige. Zum anderen pocht er auf eine sofortige Aufstockung der Mittel für die praxisintegrierte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern.

Um dies zu finanzieren, schlägt er vor, bestehende Landeszuschüsse umzuwidmen – konkret jene, die bisher für die Verlängerung der Öffnungszeiten von Kitas vorgesehen sind. Seine Argumentation stützt sich auf die Behauptung, dass die frühkindliche Bildung in NRW seit Jahren chronisch unterfinanziert sei.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Nordrhein-Westfalen mit rund 10 Milliarden Euro aus dem Bundes-Sondervermögen Infrastruktur rechnet. Die Hälfte dieser Summe – also 5 Milliarden Euro – soll in den Bildungsbereich fließen, darunter Schulen, Kitas und Ganztagsangebote. Bereits zuvor hatte die Initiative Gute Schule 2020 jährlich 500 Millionen Euro allein für SchulSanierungen bereitgestellt. Dennoch bleibt Maelzer überzeugt, dass das System weiterhin unterversorgt ist.

Die Debatte über die Kita-Finanzierung in NRW wird damit weiter an Fahrt aufnehmen, wobei Maelzer eine Umverteilung der vorhandenen Landesmittel anstrebt – statt neuer Fördergelder. Sollten seine Pläne umgesetzt werden, könnte dies die frühkindliche Bildung im gesamten Land grundlegend verändern.

Quelle