Premiere mit Wehmut: Wiesbadens erstes MERIAN Reisefestival zwischen Begeisterung und Kritik
Toralf ZänkerPremiere mit Wehmut: Wiesbadens erstes MERIAN Reisefestival zwischen Begeisterung und Kritik
Erstes MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Inspiration, aber auch Kritik
Am vergangenen Wochenende fand das erste MERIAN Reisefestival im Rhein-Main Congress Center (RMCC) in Wiesbaden statt. Von Samstag bis Montag sollte die Veranstaltung Reisebegeisterte zum Austausch, zur Inspiration und Unterhaltung zusammenbringen. Doch nicht alles verlief für die Besucher reibungslos.
Schon am Eröffnungstag hatten Gäste Schwierigkeiten, den Eingang zu finden – Hinweisschilder, Banner oder klare Wegbeschreibungen fehlten. Im Inneren der Messehalle herrschte eher gedämpfter Besucherverkehr, während sich viele stattdessen an den Essensständen versammelten.
Das Festival bot ein buntes Programm: Eine kulinarisch-literarische Revue über Berlin, moderiert von Denis Scheck und Anne-Dore Krohn, zählte zu den Highlights. Für Unterhaltung sorgte auch eine Klangschalen-Demonstration von Schloss Freudenberg, und die Wiesbadener Weinkönigin verteilte persönlich signierte Karten an die Gäste.
Abenteurer Jonas Deichmann präsentierte sein Buch "Das Limit bin nur ich", das auf großes Interesse stieß. Kritisch äußerten sich hingegen einige Besucher über die Eintrittspreise: 25 Euro für einen Tagespass oder 60 Euro für ein Dreitages-Ticket erschienen vielen zu hoch. Der gemeinsame Stand der Region Wiesbaden-Rheingau war zwar vertreten, doch vermissten manche eine stärkere Bewerbung der lokalen Attraktionen.
Mit Vorträgen, Auftritten und regionalen Präsentationen sprach das Festival Reisefans an. Trotz der Mängel bei der Beschilderung und den Preisdiskussionen bot es eine Plattform für Reiseerlebnisse und Entdeckungen. Die Veranstalter werden die Rückmeldungen vermutlich für künftige Ausgaben berücksichtigen.






