28 April 2026, 02:12

Tarifbindung in Deutschland bricht ein – doch Weihnachtsgeld bleibt beliebt

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Weihnachtsgeld für alle - breite Spanne - Tarifbindung in Deutschland bricht ein – doch Weihnachtsgeld bleibt beliebt

Immer weniger Beschäftigte in Deutschland profitieren von Tarifverträgen – das zeigen aktuelle Zahlen. Der Rückgang ist bundesweit zu beobachten, auch in Nordrhein-Westfalen, wo die Tarifbindung seit 2018 gesunken ist. Weihnachtsgeld hingegen bleibt weit verbreitet, ist aber gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Die Tarifbindung in Deutschland geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Bundesweit sind nur noch 49 Prozent der Beschäftigten von Tarifverträgen erfasst. In Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil mit 55 Prozent etwas höher, doch auch hier ist die Quote seit 2018 von 60 Prozent gesunken.

Weihnachtsgeld bleibt dagegen nach wie vor üblich: 2024 erhielten die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland eine solche Sonderzahlung – genau waren es 52 Prozent. Die Höhe variiert, besonders in Nordrhein-Westfalen, wo die Beträge zwischen 255 Euro und bis zu 130 Prozent eines Monatsgehalts reichen. In einigen Branchen der Region gibt es sogar eine volle dreizehnte Gehaltszahlung.

Trotz ihrer Verbreitung sind diese Zahlungen jedoch nicht gesetzlich verankert. Ob und in welcher Höhe Arbeitgeber Weihnachtsgeld gewähren, liegt in ihrem Ermessen – viele Beschäftigte gehen daher leer aus.

Der Rückgang der Tarifbindung bedeutet, dass immer weniger Arbeitnehmer von ausgehandelten Löhnen und Arbeitsbedingungen profitieren. Gleichzeitig bleibt Weihnachtsgeld ein verbreiteter, aber freiwilliger Zusatzleistungsbaustein. Ohne rechtliche Verpflichtung bleibt die Verteilung jedoch ungleich – je nach Branche und Region.

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