Stichwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen überraschende Machtwechsel und Rekordbeteiligung
Salvatore HarloffStichwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen überraschende Machtwechsel und Rekordbeteiligung
Stichwahlen im Rhein-Kreis Neuss bringen neuen Führungskräften den Durchbruch
Bei den jüngsten Kommunal-Stichwahlen im Rhein-Kreis Neuss haben die Wähler:innen in Schlüsselpositionen für frischen Wind gesorgt. In Jüchen und Dormagen wurden neue Bürgermeister gewählt, während die Wahl zur Landrätin mit einem deutlichen Sieg der CDU-Kandidatin endete.
Auch die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2020 – ein Zeichen für das gestiegene öffentliche Interesse in diesem Jahr.
In Jüchen setzte sich der unabhängige Kandidat Philipp Sieben, unterstützt von der SPD, mit 57,79 Prozent der Stimmen durch und wird damit neuer Bürgermeister. Sein Herausforderer, der amtierende CDU-Bürgermeister Harald Zillikens, erhielt 42,21 Prozent. Das Ergebnis markiert einen Wechsel an der kommunalen Spitze nach Zillikens’ vorheriger Amtszeit.
In Dormagen gewann Erik Lierenfeld (SPD) die Stichwahl um das Bürgermeisteramt klar mit 64,6 Prozent der Stimmen. Seine CDU-Konkurrentin Anissa Saysay kam auf 35,4 Prozent.
Für das Amt der Landrätin ging Katharina Reinhold (CDU) mit 62,76 Prozent als Siegerin hervor. Ihr SPD-Herausforderer Hakan Temel erreichte 37,24 Prozent. Reinhold wird Hans-Jürgen Petrauschke nachfolgen, dessen Amtszeit am 31. Oktober 2025 endet.
Die Wahlbeteiligung stieg flächendeckend: Bei der Kommunalwahl lag sie bei 57,41 Prozent (2020: niedriger), selbst bei der Stichwahl zum Kreistag kletterte sie auf 34,17 Prozent – ein Plus gegenüber der vorherigen Stichwahl.
Die Wahlen ebnen den Weg für neue Führungskräfte im Rhein-Kreis Neuss. Philipp Sieben und Erik Lierenfeld werden als Bürgermeister von Jüchen bzw. Dormagen ihr Amt antreten. Mit Katharina Reinholds Sieg bleibt die CDU bis mindestens 2025 an der Spitze der Kreisverwaltung.






