Solingen: 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen bei Stichwahl zurückgekehrt – doch viele blieben untätig
Janin FinkeSolingen: 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen bei Stichwahl zurückgekehrt – doch viele blieben untätig
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen zurückgegeben
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen wurden 73,3 Prozent der Briefwahlunterlagen zurückgesandt. Die Zahl liegt leicht unter der Beteiligung der ersten Wahlrunde – enge Postfristen beeinträchtigten die Teilnahme. Die Behörden hatten die Wählerinnen und Wähler wiederholt an wichtige Termine und Abläufe erinnert, um sicherzustellen, dass niemand seine Stimme verpasste.
Insgesamt wurden 16.415 Briefwahlstimmen in der Stichwahl ausgezählt. Allerdings gaben 6.466 berechtigte Wähler ihre Unterlagen nicht ab, was bedeutet, dass etwa jeder vierte Antragsteller nicht wählte. Das Wahlamt führte die geringere Rücklaufquote auf die knappen Postfristen zurück, die im Vergleich zur Hauptwahl strenger bemessen waren.
Die Stadt hatte mehrmals an Fristen, Risiken und empfohlene Wahlmethoden erinnert. Wer seine Unterlagen noch nicht erhalten hatte, konnte Ersatzdokumente beantragen, um dennoch abstimmen zu können. Gleichzeitig nutzten 1.348 Wähler die Möglichkeit, ihre Briefwahlunterlagen persönlich im Wahllokal abzugeben.
Nachbarstädte wie Wuppertal und Remscheid verzeichneten ähnliche Rücklaufquoten. Typischerweise ist die Beteiligung bei Stichwahlen geringer – im Schnitt kommen etwa 11 Prozent der Briefwahlstimmen zu spät an.
Die endgültige Auszählung zeigt, dass sich die Mehrheit der Solinger Wähler trotz logistischer Herausforderungen an der Stichwahl beteiligte. Mit einer Rückgabequote von 73,3 Prozent fand die Wahl mit einer klaren Mehrheit der Stimmberechtigten statt. Die Bemühungen der Stadt, die Wähler zu informieren und zu unterstützen, halfen, die Auswirkungen der engen Fristen zu begrenzen.






