Radwegeausbau in der Stadt: Fortschritte und Rückschläge im Verkehrsausschuss
Salvatore HarloffRadwegeausbau in der Stadt: Fortschritte und Rückschläge im Verkehrsausschuss
Ausschuss für Mobilität und Verkehr diskutiert Rad- und Straßenprojekte der Stadt
In einer aktuellen Sitzung hat der Ausschuss für Mobilität und Verkehr mehrere Radweg- und Straßenbauvorhaben in der Stadt geprüft. Zu den zentralen Beschlüssen zählte die Anpassung von Fahrradinfrastrukturen.
Das Gremium billigte das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei die Beratungen sich zunächst auf die Umsetzungen für das Jahr 2026 konzentrierten. Eine bedeutende Änderung betrifft die Paffrather Straße: Hier sollen beidseitig geschützte Radspuren eingerichtet werden. Die Planungsanpassungen dafür laufen bereits.
Unterdessen scheiterte ein geplanter Radweg am Hasenweg in Refrath. Das Verwaltungsgericht Köln stoppte das Vorhaben mit der Begründung, die Verkehrsuntersuchungen seien unzureichend. Das Projekt ist damit vorerst gestoppt; bereits umgesetzte Maßnahmen werden zurückgebaut.
Bei der Straßenerhaltung kommt es aufgrund von Personalmangel zu erheblichen Verzögerungen. Durch Haushaltskürzungen ist die zuständige Abteilung unterbesetzt – im Bereich der statischen Verkehrslenkung arbeitet derzeit nur eine Fachkraft, die sich zudem im Urlaub befindet. Dies bremst die Umsetzung mehrerer Vorhaben aus.
Die CDU schlug Verbesserungen für die Lkw-Zufahrt auf der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath vor. Geplant sind eine Verbreiterung der Fahrbahn sowie die Aufhebung der Einbahnregelung, um den Schwerlastverkehr zu erleichtern. Zudem bewilligte der Ausschuss 200.000 Euro aus dem städtischen Notfalltopf, um mögliche Lücken im Ersatzbusverkehr für die S11 zu schließen.
Für die Leverkuser Straße sind Sanierungsarbeiten ab 2027 vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte beginnen, sobald die Detailplanung abgeschlossen und die Ressourcen bereitstehen.
Die jüngste Sitzung des Ausschusses zeigte sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen bei lokalen Verkehrsprojekten. Während Vorhaben wie die Radwege an der Paffrather Straße vorankommen, sind andere – etwa das Projekt am Hasenweg – durch rechtliche Hürden blockiert. Personalengpässe und Budgetknappheit behindern weiterhin die Straßenerhaltung und verzögern dringende Verbesserungen in der Stadt.






