Pflegeeltern in Lünen stärken ihre Kompetenzen für gefährdete Kinder durch Fachfortbildung
Agata HübelPflegeeltern in Lünen stärken ihre Kompetenzen für gefährdete Kinder durch Fachfortbildung
Pflegeeltern und ehrenamtliche Vormünder aus Lünen trafen sich am 22. April 2023 zu einer Fachfortbildung, die ihre Kompetenzen in der Begleitung von gefährdeten Kindern stärken und den Austausch untereinander fördern sollte. Fachkräfte des Kinderheims Erziehungshilfen Werne (KEW gGmbH) leiteten die Veranstaltung.
Im Mittelpunkt des Workshops standen zentrale Aspekte des deutschen Jugendhilfesystems. Themenschwerpunkte waren die Koordination von Hilfeplänen, die Rechte von Kindern und leiblichen Eltern sowie die Biografiearbeit. Letztere unterstützt junge Menschen dabei, auch nach belastenden frühen Erfahrungen ein stabiles Identitätsgefühl zu entwickeln.
Viele Pflegeeltern übernehmen zudem die rechtliche Vormundschaft, was ihre Verantwortung zusätzlich erhöht. Die Fortbildungsreihe zielt darauf ab, fachliches Wissen zu vermitteln und ein Netzwerk für den Erfahrungsaustausch zu schaffen. Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass Interessierte, die sich als Vormünder engagieren möchten, weitere Informationen anfordern können.
Die Stadt Lünen plant, die Initiative durch die Gewinnung weiterer Ehrenamtlicher auszubauen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinder in Pflegeverhältnissen durch gut vorbereitete Bezugspersonen kontinuierlich begleitet werden.
Der Workshop bot den Vormündern und Pflegeeltern in Lünen praktische Werkzeuge für ihre Arbeit. Künftige Veranstaltungen werden sich weiterhin auf rechtliche und pädagogische Grundlagen konzentrieren. Gleichzeitig könnte die Werbung der Stadt um weitere Freiwillige das Unterstützungsnetz für bedürftige Kinder erweitern.






