09 May 2026, 18:17

NRW verliert bis 2050 eine halbe Million Einwohner – wer profitiert, wer leidet?

Eine Deutschlandkarte mit verschiedenen Farben, die den Prozentsatz der Menschen in Frankfurt anzeigen, begleitet von Text auf der linken Seite, der die Bevölkerungsdichte beschreibt.

Prognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW verliert bis 2050 eine halbe Million Einwohner – wer profitiert, wer leidet?

Nordrhein-Westfalen steht vor einem langfristigen Bevölkerungsrückgang – bis 2050 könnte das Land eine halbe Million Einwohner verlieren. Die Entwicklung verläuft dabei innerhalb des Bundeslandes sehr unterschiedlich: Während nur wenige Kreise und Städte mit Zuwächsen rechnen, schrumpfen viele ländliche Regionen weiter.

Wie das Landesamt für Statistik in neuen Prognosen auf Basis von Lebenserwartung und Wanderungsbewegungen darlegt, wird die Zahl der Geburten voraussichtlich unter dem aktuellen Niveau bleiben, während die Sterbefälle in den kommenden Jahrzehnten weiter ansteigen.

Bis 2050 werden nur zehn Kreise und kreisfreie Städte in NRW wachsen, darunter Bielefeld, Düren, Euskirchen und Steinfurt sowie Teile des Rheinlands wie Heinsberg, Mönchengladbach, Bonn, Münster, Düsseldorf und Kleve.

Gleichzeitig stehen vor allem ländliche Regionen in Ost- und Südwestfalen vor deutlichen Einbrüchen. Besonders stark betroffen sind der Märkische Kreis, Olpe, der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter. Auch das Ruhrgebiet, einst ein Bevölkerungszentrum, wird voraussichtlich schrumpfen.

Langfristig könnte NRW bis 2070 sogar eine Million Einwohner verlieren, falls sich die aktuellen Trends fortsetzen. Die Prognosen zeigen eine wachsende Kluft zwischen expandierenden urbanen Zentren und schrumpfenden ländlichen Gebieten. Mit rückläufigen Geburtenzahlen und steigenden Sterbefällen wird sich die Bevölkerungsstruktur des Landes in den kommenden Jahrzehnten grundlegend verändern.

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