NRW-Sportbund führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch ein
Salvatore HarloffNRW-Sportbund führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch ein
Landessportbund Nordrhein-Westfalen startet neues Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt in Vereinen
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat ein neues Schutzkonzept eingeführt, um sexualisierte Gewalt in Sportvereinen entgegenzuwirken. Die Initiative soll Vereinen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Missbrauch präventiv zu verhindern. Kernstück des Plans ist ein digitales Werkzeug namens Schutzkonzept-Generator, das Vereine schrittweise durch notwendige Sicherheitsmaßnahmen führt.
Das neue System verfolgt zwei zentrale Ziele: die Sensibilisierung für das Thema und die Abschreckung potenzieller Täter. Vereine werden dazu angehalten, sich bewusst zu machen, dass sexualisierte Gewalt auch in den eigenen Räumlichkeiten vorkommen kann. Durch die Umsetzung des Schutzkonzepts hoffen die Verantwortlichen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Übergriffe weniger wahrscheinlich werden.
Der Generator funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen und ist damit für alle Vereine unabhängig von Größe oder Ressourcen zugänglich. Er bietet klare Leitlinien, Mindeststandards für Sicherheit und praktische Handlungsempfehlungen. In einer ersten Phase werden 600 Vereine das Tool testen, um Gefahrenbereiche in ihren Einrichtungen zu identifizieren und zu entschärfen.
Das Konzept umfasst strukturierte Schritte zur Risikobewertung – von Umkleidekabinen bis hin zu Trainingseinheiten. Die Vereine erhalten maßgeschneiderte Empfehlungen, um ihre Schutzmaßnahmen zu stärken. Der Verband geht davon aus, dass dieser Ansatz die Sportumfelder für alle Beteiligten sicherer macht.
In der Testphase werden 600 Vereine die Wirksamkeit des Generators prüfen. Bei Erfolg könnte das Tool flächendeckend in der Region eingeführt werden. Ziel des Verbandes ist es, dass alle Sportvereine klare und umsetzbare Maßnahmen zur Verhinderung sexualisierter Gewalt erhalten.






