18 June 2026, 20:09

Hürths Lebensader Lux: Wie ein Abriss nachhaltige Stadtentwicklung vorantreibt

Luxusader meets Baustelle der Zukunft

Hürths Lebensader Lux: Wie ein Abriss nachhaltige Stadtentwicklung vorantreibt

Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes in Hürth markiert einen entscheidenden Meilenstein im städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux. Auf dem Gelände entstehen bald ein modernes Gebäude sowie ein neuer Platz mit Wasserelementen, Grünflächen und hochwertiger Ausstattung. Diese Umgestaltung ist Teil der umfassenden Pläne zur Belebung des Viertels.

Vor Beginn der Abrissarbeiten hatte die Stadt mögliche Schadstoffe im Bauwerk identifiziert und fachgerecht entfernt. Zudem wurde eine Bestandsaufnahme wiederverwendbarer Materialien vorgenommen – entsprechend einem Beschluss des Planungsausschusses vom Dezember 2023. Dieser Schritt verlangte von der Verwaltung, verwertbare Bausubstanzen vor dem großflächigen Abriss zu prüfen.

Ausgewählte Bauteile wie Metallverkleidungen, Geländer, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke werden nicht verkauft, sondern für Forschungszwecke weitergenutzt. Die Materialien fließen in das europäische Projekt Target-X ein und tragen so zu innovativen Lehr- und Forschungsmethoden bei. Die Referenzbaustelle in Aachen, die sich über 4.000 Quadratmeter erstreckt, wird sie für akademische Zwecke nutzen.

In Kooperation mit der RWTH Aachen wurde sichergestellt, dass die Materialien sinnvoll wiederverwendet werden. Dabei stand nicht der wirtschaftliche Nutzen, sondern die Nachhaltigkeit im Vordergrund – ein Verkauf der Bausubstanzen galt als nicht praktikabel.

Das Projekt unterstreicht das Engagement für nachhaltige Praktiken und kreative Wiederverwertung. Der neue Platz und das Gebäude werden das städtische Bild in Hürth aufwerten. Gleichzeitig stärkt die Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen die Verbindung zwischen kommunaler Entwicklung und akademischer Forschung.

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