07 May 2026, 16:27

Henkel drohen 2026 flächendeckende Preiserhöhungen wegen explodierender Materialkosten

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel drohen 2026 flächendeckende Preiserhöhungen wegen explodierender Materialkosten

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die dem Konzern bereits zusätzliche Ausgaben in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro beschert haben. Das Unternehmen hat in seinen Industriebereichen bereits Preisanpassungen vorgenommen – doch weitere Maßnahmen könnten nötig werden, um die finanzielle Belastung abzufedern.

Die Materialkosten des Konzerns sind in diesem Jahr um einen hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen. Diese Entwicklung hat zu Mehrkosten von 400 bis 500 Millionen Euro geführt. Um gegenzusteuern, verhandelt Henkel Lieferverträge neu und passt dort, wo möglich, die Marktpreise an.

Im Industriegeschäft, etwa bei Klebstoffen, wurden Preiserhöhungen bereits umgesetzt. Bei Konsumgütern hingegen geht man vorsichtiger vor: Hier setzt man auf selektive Preisanpassungen, vor allem bei der Einführung neuer oder verbesserter Produkte.

Konzerchef Carsten Knobel warnte, dass weitere Schritte unvermeidbar sein könnten. Sollte der Kostendruck anhalten, könnten Preiserhöhungen für Verbraucher ab 2026 folgen. Angesichts der ohnehin bereits belasteten Haushaltskassen wäre dies jedoch eine Herausforderung. Da die weitere Entwicklung ungewiss ist, verzichtet das Unternehmen auf konkrete Prognosen für 2026.

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Henkels Strategie besteht darin, Kostenmanagement und Markt sensibel auszubalancieren. Während im Industriebereich die Preise bereits angehoben wurden, bleiben Anpassungen bei Konsumgütern vorerst an Innovationen geknüpft. Sollten die Ausgaben weiter steigen, könnten jedoch flächendeckende Preiserhöhungen ab 2026 notwendig werden.

Quelle