17 June 2026, 19:32

Greenlyte und Eurowings starten revolutionäres Projekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Nachhaltiger Flugtreibstoff: Eurowings und Start-up werden Partner

Greenlyte und Eurowings starten revolutionäres Projekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Greenlyte und Eurowings vereinbaren strategische Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf

Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) herzustellen. Das Projekt soll die Machbarkeit einer großtechnischen, umweltfreundlichen Kraftstoffproduktion für die Luftfahrtbranche unter Beweis stellen. Beide Partner haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Entwicklung unverzüglich voranzutreiben.

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In der als „Reallabor“ konzipierten Anlage kommt die Technologie von Greenlyte zum Einsatz, mit der Kohlendioxid aus der Luft gefiltert und mit grünem Wasserstoff kombiniert wird. Dabei entsteht synthetischer Kraftstoff, der deutlich teurer ist als herkömmliches Kerosin – die Kosten liegen bis zu zehnmal höher. Ein Teil des für die Produktion benötigten Stroms wird von einer Solaranlage auf dem Flughafengelände geliefert.

Mit den Genehmigungsverfahren, die 2023 beginnen, soll der Bau 2027 starten. Greenlyte-Chef Florian Hildebrand schätzt, dass die Investitionen mehr als zehn Millionen Euro betragen werden. Ab der Inbetriebnahme 2028 soll die Anlage jährlich rund 150 Tonnen SAF produzieren.

Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion der ersten drei Jahre abnehmen. Diese Menge würde – bei einer maximalen Beimischungsquote von 50 Prozent – etwa 60 Flüge auf der Strecke Düsseldorf–Palma abdecken. Die Pilotanlage dient als Machbarkeitsnachweis und soll den Weg für größere Produktionsstätten ebnen.

Eurowings-CEO Jens Bischof fordert die Politik auf, solche Vorhaben stärker zu fördern. Seiner Ansicht nach sind politische Rahmenbedingungen entscheidend, um den Markt für nachhaltige Flugkraftstoffe zu beschleunigen.

Die Kooperation markiert einen Schritt zur Verringerung des CO₂-Fußabdrucks der Luftfahrt. Die geplante Anlage testet zunächst die Wirtschaftlichkeit von SAF in kleinem Maßstab, bevor eine Skalierung erfolgt. Durch die Abnahmegarantie von Eurowings ist zudem ein erster Absatzmarkt für den Kraftstoff gesichert.

Quelle