Gemeinsame Polizei- und Zollkontrollen in NRW decken schwere Lkw-Mängel auf
Toralf ZänkerGemeinsame Polizei- und Zollkontrollen in NRW decken schwere Lkw-Mängel auf
Polizei- und Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen an zwei zentralen Standorten gemeinsame Kontrollen durchgeführt. Die Einsätze fanden am Rasthof Fuchsgrund und an der Raststätte Gütersloh Nord statt. Nach der Aufdeckung zahlreicher Verstöße müssen sich nun mehrere Fahrer und Transportmitarbeiter auf Strafen einstellen.
Bei den Überprüfungen wurden weit verbreitete Mängel bei der Ladungssicherung festgestellt. Viele Lkw entsprachen nicht den Sicherheitsstandards, was zu sofortigen Maßnahmen führte. Fünf Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt – entweder wegen technischer Mängel oder unzureichend gesicherter Ladung.
Ein 43-jähriger polnischer Fahrer wurde angehalten, nachdem Behälter mit Gefahrgut unsachgemäß befestigt worden waren. Ein weiterer polnischer Lkw-Fahrer wurde aus dem Verkehr gezogen, nachdem die Prüfer abgenutzte Bremsbeläge und ein korrodiertes Druckluftreservoir im Bremssystem entdeckt hatten. Ein litauischer Fahrer erhielt ein Fahrverbot, weil die Achse seines Anhängers durch schweren Rost so beschädigt war, dass eine klare Gefahr bestand. Derselbe Fahrer wurde zudem mit einem gefälschten ukrainischen Führerschein erwischt.
An der Raststätte Gütersloh Nord deckten Zollbeamte acht Fälle illegaler Beschäftigung auf. Die meisten Verstöße betrafen jedoch die Missachtung sozialrechtlicher Vorschriften – insbesondere die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Ruhe- und Lenkzeiten. Insgesamt müssen sich nun fünf Lkw-Fahrer und vier Verladekräfte wegen ihrer Beteiligung an den Verstößen auf verwaltungsrechtliche Verfahren einstellen.
Die Kontrollen führten dazu, dass mehrere Fahrer von der Straße genommen wurden und mehrere Beschäftigte mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Die Behörden wiesen auf anhaltende Probleme bei der Ladungssicherung, der Fahrzeugwartung und der Einhaltung der Lenkzeiten hin. Im Rahmen der laufenden Überwachungsmaßnahmen sind weitere Kontrollen zu erwarten.






