11 May 2026, 06:12

Fünf Bielefelder sollen mit Fake-Rechnungen über 113.000 Euro erbeutet haben

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Betrugsvorwürfe: Überteuerte Rechnungen, kein Service - Fünf Bielefelder sollen mit Fake-Rechnungen über 113.000 Euro erbeutet haben

Fünf Männer aus Bielefeld im Alter zwischen 28 und 33 Jahren müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, ein betrügerisches Unternehmen geführt zu haben, das Kunden in ganz Deutschland prellte. Die Gruppe soll demnach überteuerte Rechnungen für Schädlingsbekämpfung und Rohrreinigungen ausgestellt haben – Dienstleistungen, die entweder gar nicht erbracht oder nur mangelhaft ausgeführt wurden. Die Ermittler bringen sie mit 167 Straftaten in Verbindung, durch die ein Schaden von rund 113.500 Euro entstand.

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Die Betrugsmasche begann im August 2018, als die Beschuldigten ein Unternehmen anmeldeten, das Schlüsselnotdienste, Rohrreinigungen und Schädlingsbekämpfung anbot. Über sechs Jahre hinweg sollen sie angeblich unqualifizierte Arbeiter für die Aufträge eingesetzt oder Kunden schlichtweg ohne jede Leistung abkassiert haben. Die Opfer wurden unter Druck gesetzt, sofort zu zahlen – oft bar oder per Karte.

Das betrügerische System flog im September 2024 auf, nachdem mehr als 400 Kunden Beschwerde eingereicht und betrogen worden zu sein behauptet hatten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Aktivitäten der Gruppe über die 167 dokumentierten Fälle hinausgehen und möglicherweise Verbindungen zu größeren kriminellen Netzwerken bestehen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage beim Landgericht Bielefeld erhoben, doch alle fünf Beschuldigten sind weiterhin auf freiem Fuß.

Die Behörden stufen den Betrug als professionell organisiertes System ein, bei dem Rechnungen in unangemessener Höhe ausgestellt wurden. In vielen Fällen wurden die Arbeiten entweder komplett unterlassen oder so schlecht ausgeführt, dass zusätzliche Schäden an den Immobilien entstanden. Den Angeklagten drohen nun ernsthafte juristische Konsequenzen für ihre Rolle in der langjährigen Täuschung.

Der Fall offenbart ein systematisches Betrugsmuster, bei dem Kunden für nie ordnungsgemäß erbrachte Dienstleistungen bezahlen mussten. Bei einer Verurteilung könnten den fünf Männern erhebliche Strafen für ihre Beteiligung an dem 113.500-Euro-Betrug drohen. Die Ermittlungen laufen noch, und die Polizei warnt, dass weitere Geschädigte vortreten könnten.

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