27 April 2026, 22:12

Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW

Liniengraph, der die Anzahl der COVID-19-Fälle in den Vereinigten Staaten über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Streit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW

Fortuna Düsseldorf bleibt in Rechtsstreit mit NRW um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen verstrickt

Der Fußballclub Fortuna Düsseldorf liefert sich weiterhin einen juristischen Machtkampf mit dem Land Nordrhein-Westfalen um die Rückforderung von 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob der Verein die während der Pandemie erhaltenen Gelder zurückzahlen muss. Ein jüngster Vorschlag des Gerichts zielt nun auf einen Teilvergleich ab – statt auf eine vollständige Rückerstattung.

Auslöser des Konflikts war die Forderung des Landes, die 1,7 Millionen Euro zurückzuerstatten. Begündet wurde dies damit, dass die finanziellen Verluste von Fortuna Düsseldorf nicht allein auf die Pandemie, sondern auch auf den Abstieg in die 2. Bundesliga 2020 zurückzuführen seien. Der Verein entgegnete, die schweren wirtschaftlichen Belastungen seien vor allem auf Spiele ohne Zuschauer zurückzuführen – eine direkte Folge der Corona-Beschränkungen.

In einem ersten Urteil gab das Verwaltungsgericht Düsseldorf Fortuna Recht und blockierte den Rückforderungsanspruch des Landes. Gleichzeitig kritisierte das Gericht, dass das Land bei der Verteilung der Hilfsgelder an andere Vereine inkonsistente Maßstäbe angelegt habe. Das Urteil war jedoch nicht endgültig, sodass die Mittel weiterhin gesperrt blieben und der Club nicht darauf zugreifen konnte.

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Nun hat das Oberverwaltungsgericht Münster vorgeschlagen, das Verfahren zu beenden. Statt einer vollständigen Rückzahlung regte es eine teilweisen Erstattung auf Grundlage anderer rechtlicher Argumente an. Beide Seiten haben nun etwa vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Dafür müsste Fortuna Düsseldorf teilweise auf seine Klage verzichten.

Der Verein warnt, dass die anhaltende Unsicherheit ihn im Ligabetrieb benachteilige. Ohne Zugang zu den strittigen Geldern gestalte sich die finanzielle Planung weiterhin schwierig, während sich das Verfahren in die Länge zieht.

Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob die beiden Parteien innerhalb der gesetzten Frist eine Einigung erzielen. Scheitern die Verhandlungen, könnte der Fall weitergehen – mit der Folge, dass Fortuna Düsseldorf vorerst nicht über die 1,7 Millionen Euro verfügen kann. Das Ergebnis wird zudem richtungsweisend dafür sein, wie künftig Streitigkeiten über Pandemie-Hilfen im deutschen Fußball behandelt werden.

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