Düsseldorf stoppt Opern-Neubau und setzt auf Sanierung des historischen Gebäudes
Salvatore HarloffDüsseldorf stoppt Opern-Neubau und setzt auf Sanierung des historischen Gebäudes
Düsseldorf hat seine Pläne für ein neues Opernhaus wegen finanzieller Zwänge aufgegeben. Stattdessen wird die Stadt ihr historisches Gebäude sanieren und kehrt damit eine Entscheidung aus dem Jahr 2021 um, die einen modernen Neubau vorsah. Als Hauptgründe für den Kurswechsel nannten die Verantwortlichen steigende Kosten und Haushaltsengpässe.
Ende 2021 hatte der Stadtrat noch das Projekt „Opernhaus der Zukunft“ mit ursprünglichen Kosten von 716 Millionen Euro genehmigt. Später stieg das Budget auf eine Obergrenze von einer Milliarde Euro – allein für die Baukosten. Über einen Zeitraum von 50 Jahren wären die Gesamtausgaben durch die Finanzierung auf etwa 1,8 Milliarden Euro angewachsen.
Die Entscheidung, den Neubau zu stoppen, fiel nach einer Überprüfung der sich verschlechternden Haushaltslage Düsseldorfs. Oberbürgermeister Stephan Keller bezeichnete die Kehrtwende als schwierig, aber unvermeidbar. Die Deutsche Oper am Rhein wird während der Sanierungsarbeiten ohne Unterbrechung weiter spielen.
Neben dem Opernhaus stehen für die Stadt weitere große Ausgaben an. Neue Schulen und ein Brückenprojekt binden ebenfalls Mittel. Die Verantwortlichen betonten, dass nun alle Investitionsvorhaben innerhalb des bestehenden Haushaltsrahmens bleiben müssten.
Das historische Opernhaus wird stattdessen modernisiert und nicht abgerissen. Die Vorstellungen finden während der Bauarbeiten wie gewohnt statt. Mit diesem Schritt soll ein Ausgleich zwischen kulturellen Ansprüchen und der angespannten Finanzlage der Stadt gelingen.






