05 May 2026, 14:34

Düren diskutiert Rückkehr zu Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen geplante Einkommensstaffel

Schüler in Uniformen auf einem Weg mit Papieren, ein Mädchen spricht in ein Mikrofon auf einem Ständer, eine Umzäunung mit einem Schuppen oben mit Ballons im Hintergrund.

Düren diskutiert Rückkehr zu Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen geplante Einkommensstaffel

Der Kreistag von Düren kommt heute zusammen, um über die Wiedereinführung von Kita-Gebühren zu entscheiden. Der Schritt folgt auf steigende Verschuldung in der Region und einen Kurswechsel der Bezirksregierung Köln. Bisher zahlen Eltern nur dann für die Kinderbetreuung, wenn ihr Jahreseinkommen 120.000 Euro übersteigt – doch das könnte sich für viele Familien bald ändern.

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Seit 2018 ist die Kindertagesbetreuung in Düren weitgehend kostenfrei. Nun erwägt der Kreistag die Rückkehr zu Gebühren, um die finanzielle Belastung zu verringern. Das geplante Modell sieht ab August 2026 gestaffelte Elternbeiträge vor, die sich am Einkommen der Eltern und der Betreuungsdauer der Kinder orientieren.

Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert die Pläne scharf und wirft den Politikern vor, die Eltern in die Irre geführt zu haben. Unterdessen hat die Bezirksregierung Köln ihre Haltung revidiert und dem Kreis grünes Licht für die Änderungen gegeben. Bei einer Zustimmung könnten die neuen Gebühren jährlich mehrere Millionen Euro einbringen.

Die heutige Entscheidung fällt noch durch den aktuellen Kreistag – nur wenige Wochen, bevor am 1. November eine neue Verwaltung ihr Amt antritt. Der lokale Nachrichtensender Aachen wird das Ergebnis heute in einer Sendung um 19:30 Uhr am 16. Oktober 2025 aufgreifen.

Die Wiedereinführung der Gebühren würde für die Familien in Düren einen deutlichen Einschnitt bedeuten. Wer bereits jetzt mehr als 120.000 Euro verdient, zahlt bereits – doch die neuen Regeln würden die Kosten auf deutlich mehr Eltern ausweiten. Die Abstimmung des Kreistags entscheidet, ob die Änderungen ab August 2026 in Kraft treten.

Quelle