24 May 2026, 22:12

Bistum Münster reformiert seine 660 Kindergärten bis 2027 durch regionale gGmbHs

Neue Trägerstruktur für die Zukunft

Bistum Münster reformiert seine 660 Kindergärten bis 2027 durch regionale gGmbHs

Bistum Münster reformiert Unterstützung für seine 660 Kindergärten

Bis 2027 sollen drei regionale gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) die finanziellen und administrativen Aufgaben für die Einrichtungen übernehmen. Diözesanadministrator Antonius Hamers bezeichnete den Schritt als „unausweichlich“ – bedingt durch Änderungen bei der staatlichen Förderung der Frühkindbildung.

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Hintergrund der Umstrukturierung ist eine Neuausrichtung der Landesfinanzierung für Kindertageseinrichtungen. Um die langfristige Stabilität zu sichern, plant das Bistum die Gründung dreier gGmbHs: eine für die Region Niederrhein, eine für die Stadt Münster sowie eine dritte für die Kreise Steinfurt und Warendorf. Die neuen Gesellschaften sollen administrative Aufgaben übernehmen und so die örtlichen Kirchengemeinden entlasten.

Jede Pfarrei muss dem Übergang zustimmen und dem Beitritt zur gGmbH-Struktur zustimmen. In Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen werden rechtliche, finanzielle, personelle und organisatorische Details geklärt, bevor die Änderungen wirksam werden. Das Bistum hat bereits 39,5 Millionen Euro im Haushalt 2026 für die Unterstützung der Kindergärten während dieser Phase eingeplant.

Die Reform orientiert sich an einem ähnlichen Modell im Erzbistum Köln, wo mit Katholino eine zentrale Trägerorganisation eingeführt wurde. Bis September 2023 hatten dort bereits 35 Kindergärten in das neue System gewechselt. Aktuell arbeiten in den Münsterschen Einrichtungen rund 10.600 pädagogische Fachkräfte und 840 Hauswirtschaftskräfte.

Ziel der neuen gGmbHs ist es, die finanzielle Nachhaltigkeit der Kindergärten zu sichern und den administrativen Aufwand für die Gemeinden zu verringern. Die örtlichen Gremien müssen über die Pläne abstimmen, bevor die Umstellung beginnt. Das Bistum erwartet, dass die Neuordnung bis 2027 vollständig umgesetzt sein wird.

Quelle