Betrüger fälschen Mahnungen der Bundesnetzagentur für Balkon-Solaranlagen
Janin FinkeBetrüger fälschen Mahnungen der Bundesnetzagentur für Balkon-Solaranlagen
Betrüger zielen mit gefälschten Mahnschreiben auf Besitzer kleiner Balkon-Solaranlagen ab
Die Täter verlangen in den Briefen angebliche Bußgelder und nutzen dabei die Unsicherheit vieler Verbraucher über die Meldepflichten aus. Die Bundesnetzagentur hat nun offiziell vor der Masche gewarnt.
In den gefälschten Schreiben geben sich die Absender als Bundesnetzagentur aus. Den Empfängern wird vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Minianlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Gefordert wird eine „Strafe“ von 41,60 Euro – bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen drohe ein Bußgeld in Höhe von 208 Euro.
Tatsächlich müssen Balkon-Solargeräte in Deutschland innerhalb eines Monats nach Installation registriert werden. Zudem sind jährliche Zählerstände zu übermitteln, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Doch die Behörde weist auf mehrere Ungereimtheiten in den Schreiben hin, darunter falsche Absenderangaben und Telefonnummern.
Die Behörden raten allen, die ein solches Schreiben erhalten, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Die Bundesnetzagentur betont, dass echte Benachrichtigungen niemals sofortige Zahlungen fordern oder mit aggressiven Drohungen arbeiten würden.
Die Betrüger nutzen die Verunsicherung über die Vorschriften für Solaranlagen aus. Besitzer sollten bei verdächtigen Schreiben zunächst die Absenderdaten prüfen, bevor sie reagieren. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage weiter und rät zur Vorsicht bei unerwarteten Forderungen.






