Bergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akute Wohnungsnot in der Stadt
Agata HübelBergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akute Wohnungsnot in der Stadt
Bergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit „Bauturbo“-Maßnahmen
Um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, treibt Bergisch Gladbach mehrere Bauprojekte mit beschleunigten Verfahren voran. Die Stadt hat dazu neue Regelungen unter dem Namen Bauturbo eingeführt, die stockende Bauvorhaben beleben und brachliegende Grundstücke aktivieren sollen. Ziel ist es, den Druck auf dem lokalen Wohnungsmarkt zu verringern.
Ein zentrales Vorhaben ist die Erweiterung des Kalköfen Carrée, mit dem ein lange ungenutztes Innenstadtareal neu belebt werden soll. Das Projekt sieht 19 neue Wohnungen vor, ergänzt durch eine Tiefgarage und sieben Einzelgaragen. Es ist Teil einer breiter angelegten Strategie, vorhandene Flächen effizienter zu nutzen.
Ein weiteres großes Projekt stammt von der BIG Bensberg GmbH: Das Unternehmen plant, das Schloss Center um drei zusätzliche Stockwerke zu erweitern, in denen 59 altersgerechte Wohnungen entstehen sollen. Die Stadtverwaltung unterstützt diesen Schritt als sinnvolle Maßnahme zur Verdichtung der Bebauung.
An der Rommerscheider Straße entsteht ein Neubau mit einem zweigeschossigen Gebäude zur Straßenseite. Dahinter sind zwei dreigeschossige Wohnblocks sowie eine Tiefgarage vorgesehen. Obwohl die geplante Höhe die ursprünglichen Vorgaben überschreitet, befürwortet die Stadt das Vorhaben, da es sich in die umliegende Bebauung einfügt.
Auch die Grenzland Bau wird auf dem ehemaligen Cox-Industriegelände an der Paffrather Straße einen Wohnblock errichten. Diese und weitere Projekte werden in der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses beraten.
Dank der Bauturbo-Regelungen kommen lang gestoppte Bauvorhaben nun voran. Die Maßnahmen sollen das Wohnungsangebot erhöhen und die vorhandenen urbanen Flächen besser nutzen. Die Unterstützung der Stadt für diese Pläne unterstreicht ihr Engagement, die Wohnungsnot zu lindern.






