24 June 2026, 18:09

Bergisch Gladbach kämpft mit massivem Mangel an OGS-Betreuungsplätzen

185 OGS-Plätze Fehlen - Stadt Erfüllt Keine Rechtsansprüche

Bergisch Gladbach kämpft mit massivem Mangel an OGS-Betreuungsplätzen

Bergisch Gladbach steht vor einem Mangel an Betreuungsplätzen im Offenen Ganztag

Zum kommenden Schuljahr fehlen in Bergisch Gladbach 185 Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS), sodass Familien für ihre Kinder – teilweise bereits ab 11:30 Uhr bei Erstklässlern – alternative Betreuungslösungen finden müssen.

Besonders prekär ist die Situation an der GGS Moitzfeld, wo 13 Erstklässler mit einem gesetzlichen Anspruch auf einen OGS-Platz leer ausgehen. An der GGS Heidkamp sind alle 200 verfügbaren Plätze bereits vergeben, weitere Kinder bleiben ohne Betreuung. Stadtweit können 32 erstklässler mit Rechtsanspruch aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht aufgenommen werden.

An vier Grundschulen gibt es zwar eine Randstundenbetreuung, doch diese erfüllt nicht die gesetzliche Vorgabe von acht Stunden täglich. Um die Lage zu entlasten, plant die Stadt eine Erweiterung der Betreuungszeiten an der Heidkamp-Schule, wodurch nach Unterrichtsschluss bis zu zehn zusätzliche Plätze entstehen sollen. Dennoch bleibt die OGS-Abdeckung in Moitzfeld mit 58 Prozent deutlich unter dem Stadtdurchschnitt von 76,9 Prozent.

Langfristige Entlastung ist frühestens ab 2027 in Sicht, wenn der bedarfsgerechte Ausbau der GGS- und OGS-Einrichtungen in Moitzfeld beginnen soll. Hintergrund ist eine bundesweite Neuregelung: Ab dem Schuljahr 2026/27 haben alle Grundschulkinder in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung – beginnend mit den Erstklässlern.

Bis dahin müssen 185 Familien selbst für Alternativen sorgen. Die kurzfristigen Maßnahmen der Stadt schaffen nur begrenzt zusätzliche Kapazitäten. Die vollständige Erfüllung des Rechtsanspruchs hängt von künftigen Ausbauprojekten ab.

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