AfD gewinnt überraschend Zustimmung bei Migrantengruppen in Westdeutschland
Toralf ZänkerAfD gewinnt überraschend Zustimmung bei Migrantengruppen in Westdeutschland
Eine neue Studie zeigt wachsende Zustimmung für die AfD unter einigen Migrantengruppen in Deutschland. Die Konrad-Adenauer-Stiftung befragte zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 über 3.000 Menschen, darunter Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund. Die Ergebnisse belegen den steigenden Einfluss der Partei über ihre traditionellen Hochburgen hinaus.
Die AfD hat vor allem in Westdeutschland und innerhalb bestimmter Migrantengemeinschaften spürbare Zugewinne verzeichnet. Bei den jüngsten Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen erreichte die Partei in mehreren Ruhrgebietsstädten den zweiten Platz und wurde in Hagen sogar stärkste Kraft.
Unter Spätaussiedlern liegt die AfD mit 31 Prozent an der Spitze, gefolgt von der Union mit 25 Prozent. Auch bei Menschen mit polnischen Wurzeln ist die AfD mit 33 Prozent am stärksten (Union: 25 Prozent, SPD: 17 Prozent). Bei Russen zeigt sich eine mittlere Unterstützung für die Partei.
Dagegen rangiert die AfD bei Deutschtürken nur auf Platz fünf mit acht Prozent – gleichauf mit den Grünen. Hier bleibt die SPD mit 35 Prozent dominierend. Gleichzeitig hat die Union bei Nachkommen polnischer und russischer Herkunft an Boden verloren, während die SPD bei Russen hinzugewonnen hat.
Der Bericht der Stiftung unterstreicht, dass die AfD längst nicht mehr auf Ostdeutschland beschränkt ist. Ihre Anziehungskraft wächst auch im Westen und in Teilen der Migrantenbevölkerung.
Die Studie bestätigt die Ausweitung der AfD-Wählerschaft, insbesondere in westdeutschen Regionen und innerhalb spezifischer Migrantengruppen. Zwar variiert die Unterstützung je nach Herkunft stark, doch die jüngsten Wahlergebnisse deuten auf eine Verschiebung ihrer politischen Reichweite hin. Die Ergebnisse spiegeln tiefgreifendere Veränderungen in der deutschen Wahllandschaft wider.






