Zoll startet bundesweite Großrazzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche
Agata HübelZoll startet bundesweite Großrazzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche
Deutsche Zollbehörden starten Großrazzia gegen Schwarzarbeit in Sicherheits- und Privatschutzbranche
Die deutschen Zollbehörden haben eine bundesweite Großoffensive gegen nicht angemeldete Beschäftigung im Sicherheits- und privaten Objektschutzsektor eingeleitet. Bei der Aktion unter Führung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sind über 2.100 Beamte im Einsatz, die landesweit Unternehmen kontrollieren. Ersten Angaben zufolge gerieten bereits 156 Firmen in den Verdacht, gegen Sozialversicherungsvorschriften oder Mindestlohnregelungen zu verstoßen.
Im Fokus der Kampagne stehen Dienstleister für Veranstaltungssicherheit und Gebäudeschutz – Branchen, in denen besonders häufig Schwarzarbeit vorkommt. Die Kontrollen begannen Anfang April 2026. Die Behörden setzen dabei auf Risikoanalysen, um sowohl stichprobenartige Prüfungen als auch umfassende Betriebsinspektionen durchzuführen. Dabei können alle Beschäftigten an den ausgewählten Standorten überprüft werden.
Die Beamten prüfen insbesondere die korrekte Abführung von Sozialabgaben und gehen Hinweisen auf Sozialleistungsbetrug nach. Zudem kontrollieren sie die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte sowie nicht genehmigte Leiharbeit. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Einhaltung des Mindestlohns.
Die FKS führt zwar regelmäßig verstärkte Kontrollen in risikoreichen Branchen durch, doch diese konzertierte Aktion zählt zu den größten ihrer Art in den letzten Jahren. Der Zoll spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Sozialsysteme und der Wahrung fairer Wettbewerbsbedingungen, indem er illegale Beschäftigungspraktiken bekämpft.
Erste vorläufige Ergebnisse der Kontrollwelle sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Die Operation unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit in Schlüsselsektoren einzudämmen. Mit 156 bereits auffälligen Unternehmen zielen die Behörden darauf ab, Arbeitsgesetze durchzusetzen und öffentliche Einnahmen zu sichern. Die endgültigen Ergebnisse werden zeigen, ob weitere Ermittlungen oder Sanktionen folgen.






