28 December 2025, 08:29

Zoll deckt in Köln und Bergisch Gladbach massive Schwarzarbeit und Lohnbetrug auf

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Fabrik mit Rauch, der aus ihrem Schornstein aufsteigt, umgeben von Gebäuden.

Zoll deckt in Köln und Bergisch Gladbach massive Schwarzarbeit und Lohnbetrug auf

Zollbehörden in Köln haben bei jüngsten Razzien mehrere Fälle von Schwarzarbeit und Verstößen gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Untersuchungen in Bergisch Gladbach und der Kölner Innenstadt förderten illegale Beschäftigung, ausstehende Löhne sowie den Verdacht auf Sozialleistungsbetrug zutage. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) ermittelt weiterhin in den Fällen.

Am 16. Dezember 2025 durchsuchten Zollbeamte in Bergisch Gladbach bei Köln elf Gastronomiebetriebe. Dabei wurden fünf illegal beschäftigte Arbeitnehmer entdeckt: zwei ukrainische Servicekräfte im Alter von 40 und 46 Jahren, ein 48-jähriger georgischer Spüler, ein 23-jähriger Inder sowie ein 63-jähriger Chinese.

Schon am 17. November 2025 hatte das Kölner Zollamt 147 Beschäftigte in verschiedenen Betrieben auf Anzeichen von Schwarzarbeit überprüft. Zwar wurden keine genauen Zahlen zu illegalen Fällen genannt, doch weitere Kontrollen galten 19 Shisha-Bars und fünf Türstehern in der Kölner Innenstadt. Fünf Servicekräfte standen im Verdacht, nicht sozialversicherungspflichtig gemeldet zu sein, und ein 27-jähriger Ägypter wurde ohne gültige Arbeitserlaubnis angetroffen. Zudem beschlagnahmten die Behörden über 200 Kilogramm Shisha-Tabak, der vermutlich illegal produziert worden war. Gegen alle betroffenen Barbetreiber wurden Strafverfahren eingeleitet. Acht Arbeitgeber zahlten ihren Angestellten zudem Löhne unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Ein 29-jähriger Inder arbeitete ohne Aufenthaltstitel, und gegen zwei Mitarbeiter wird wegen Verdachts auf Sozialleistungsbetrug ermittelt.

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Die Razzien unterstreichen die anhaltenden Probleme mit Schwarzarbeit und Lohnverstößen in der Region. Die Namen der betroffenen Betriebe wurden von den Zollbehörden noch nicht veröffentlicht, die Ermittlungen laufen jedoch weiter. Für Medienanfragen steht Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, zur Verfügung.