03 March 2026, 12:37

Wüst fordert schärfere Asylregeln: "Abgelehnte müssen sofort gehen"

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bereitstellt.

Wüst fordert schärfere Asylregeln: "Abgelehnte müssen sofort gehen"

Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat Deutschland aufgefordert, seine Asylpolitik zu reformieren. Seine Vorschläge umfassen die Angleichung der Sozialleistungen für Asylsuchende an EU-Standards sowie die Beschleunigung von Abschiebungen bei abgelehnten Antragstellern. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken wegen langjähriger Verfahren und Missbrauchsrisiken im System.

Wüst verwies auf einen konkreten Fall, um das Problem zu veranschaulichen: Ein bosnischer Asylbewerber, dessen Antrag bereits 2003 abgelehnt wurde, lebt noch immer mit acht Kindern in Europa. Trotz mehrfacher Verurteilungen wegen Straftaten wurde der Mann nicht abgeschoben. Bosnien und Herzegowina gilt als sicheres Herkunftsland, weshalb die Anerkennung von Asylanträgen aus diesem Land äußerst gering ausfällt.

Nordrhein-Westfalen hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Kontrollen zu verschärfen. So wurde ein Guthabenkartensystem eingeführt, das Bargeldzahlungen reduziert und potenziellen Leistungsmissbrauch eindämmen soll. Wüst betonte, dass diese Regelung sicherstelle, dass Unterstützungsleistungen nur an tatsächlich Bedürftige fließen.

Der Ministerpräsident forderte zudem eine konsequentere Umsetzung von Abschiebungen. Abgelehnte Asylbewerber, insbesondere solche mit Vorstrafen, müssten unverzüglich in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden. Darüber hinaus schlug er vor, die Sozialleistungen für Asylsuchende in Deutschland auf das Niveau anderer EU-Länder zu senken.

Die von Wüst vorgeschlagenen Reformen zielen auf ein strengeres und effizienteres Asylverfahren ab. Sollten sie umgesetzt werden, würden sie finanzielle Anreize für längere Aufenthalte verringern und die Unterstützung für tatsächlich Schutzbedürftige priorisieren. Das Guthabenkartensystem Nordrhein-Westfalens könnte dabei als Vorbild für bundesweite Änderungen dienen.

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