Wuppertaler Mieter frieren wegen Fernwärme-Streit zwischen ELBA und WSW
Janin FinkeWuppertaler Mieter frieren wegen Fernwärme-Streit zwischen ELBA und WSW
Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk leben seit fast einer Woche ohne Heizung. Ursache ist ein anhaltender Streit zwischen dem Gebäudeeigentümer und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW), dem kommunalen Versorger der Stadt. Ein Rechtsstreit über die Preise für Fernwärme hat dazu geführt, dass das Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten wurde.
Der Konflikt eskalierte, als die WSW den Wärmeliefervertrag mit dem ELBA Zukunftswerk kündigten und die Verbindung zum Gebäude kappten – die Mieter sitzen seitdem buchstäblich im Kalten. Dieser Schritt folgte einem Urteil des Landgerichts Wuppertal, das die Kopplung der Fernwärmepreise an die Gaspreise für rechtswidrig erklärte.
Die WSW haben gegen das Urteil Berufung eingelegt; eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Unterdessen wird der Streit um den Vertragsbruch zwischen dem ELBA Zukunftswerk und den Stadtwerken nun vor dem Landgericht Düsseldorf verhandelt. Die Anwälte des ELBA argumentieren, dass die Abschaltung der Heizung unverhältnismäßig sei und die Rechte der Mieter unzumutbar beeinträchtige. Ein neuer Vertragsentwurf für die Wärmeversorgung liegt vor, wurde jedoch noch nicht unterzeichnet. Solange keine Einigung erzielt wird, müssen die Mieter weiter mit den unangenehmen Folgen des Heizungsausfalls leben.
Die Situation bleibt vorerst ungelöst, während die juristischen Auseinandersetzungen andauern. Erst wenn ein neuer Vertrag unter Dach und Fach ist, können die Mieter wieder mit einer zuverlässigen Wärmeversorgung rechnen. Bis dahin lässt der Konflikt zwischen dem ELBA Zukunftswerk und den WSW die Bewohner des Gebäudes in einer unsicheren Lage zurück.






