Wolfsangriff zu Weihnachten: Paar verliert sechs handaufgezogene Schafe in NRW
Janin FinkeWolfsangriff zu Weihnachten: Paar verliert sechs handaufgezogene Schafe in NRW
Widderangriff über die Weihnachtsfeiertage: Paar in Neunkirchen-Wiederstein verliert sechs Handaufzuchten
Ein Ehepaar aus Neunkirchen-Wiederstein (Nordrhein-Westfalen) hat über die Weihnachtsfeiertage sechs von Hand aufgezogene Schafe durch einen mutmaßlichen Widderangriff verloren. Die Raubtiere hinterließen zerrissene Kadaver, verstreute Wolle und einen zerstörten Elektrozaun, der sie nicht aufhalten konnte. Nur einen Tag zuvor war ein ähnlicher Vorfall aus Liebenscheid in Rheinland-Pfalz gemeldet worden.
Die Schafe, die von ihren Besitzern alle mit Namen versehen worden waren, wurden mit abgerissenen Gliedmaßen tot aufgefunden. Das Paar macht sofort Wölfe als wahrscheinliche Täter aus. Trotz des aufgestellten Elektrozauns bot die Barriere keinen Schutz vor dem Angriff.
Der jüngste Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl vermuteter Wolfsangriffe im südwestfälischen Raum ein. Immer mehr Landwirte und Anwohner fragen sich, ob Wölfe inzwischen dauerhaft in der Nähe menschlicher Siedlungen heimisch geworden sind. Die Debatte über eine Bejagung hat an Schärfe gewonnen – einige fordern drastische Maßnahmen zum Schutz der Nutztiere. Klaudia Witte vom Naturschutzbund NABU lehnt solche Forderungen ab. Sie betont, dass die Jagd auf Wölfe keine nachhaltige Lösung biete. Bisher gibt es weder bestätigte Sichtungen noch öffentliche Meldungen über den Verbleib des Wolfs, der für die Taten in Neunkirchen-Wiederstein verantwortlich gemacht wird.
Der Angriff hat das Paar um sechs seiner handaufgezogenen Schafe gebracht. Ohne klare Perspektive auf eine Lösung bleibt die Stimmung zwischen Naturschützern und denjenigen, die konkrete Schritte fordern, angespannt. Die Behörden haben die Identität oder den Aufenthaltsort des Raubtiers noch nicht bestätigt.






