01 May 2026, 06:15

Wirtschaft in Düsseldorf und Niederrhein auf Tiefstand – Unternehmen bangt um die Zukunft

Eine Liniengraphik, die die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte nach Branche und Erholungsstatus zeigt, mit Text, der den Fortschritt der ökonomischen Erholung angibt.

Wirtschaft in Düsseldorf und Niederrhein auf Tiefstand – Unternehmen bangt um die Zukunft

Die Wirtschaftslage in der Region Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein hat sich im Herbst 2025 weiter eingetrübt. Die Stimmung in der Wirtschaft ist auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gesunken – Unternehmen berichten von verschlechterten Rahmenbedingungen und wachsendem Pessimismus für die Zukunft.

Der aktuelle Geschäftslagenindikator fiel auf minus 12 Punkte und markiert damit den schlechtesten Wert seit 2020. Ein Drittel der Betriebe bewertet die gegenwärtige Situation als kritisch, mit kaum Aussicht auf Besserung in den kommenden Monaten. In Mönchengladbach hat sich die Stimmung erneut verschlechtert: Nur noch 26 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Lage als gut, während 29 Prozent sie als schlecht einstufen.

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Auch die Erwartungen sind mit minus 8,3 Punkten stark gesunken – ein Zeichen tiefer Verunsicherung. Besonders düster sind die Beschäftigungsaussichten: Die Erwartungen stürzten auf minus 11,7 Punkte ab, was auf mehr geplante Entlassungen als Neueinstellungen hindeutet. Schwache Inlandsnachfrage, stark steigende Lohnkosten und hohe Energiepreise belasten die Unternehmen weiterhin schwer.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, nannte globale Krisen und fehlerhafte Wirtschaftspolitik als zentrale Gründe für die Probleme der Region. Zudem setzen 60 Prozent der Betriebe an, Gegenmaßnahmen wegen des stufenweisen Anstiegs des gesetzlichen Mindestlohns ergreifen zu müssen, der ab Januar 2026 in Kraft tritt.

Von einer Entspannung der wirtschaftlichen Lage ist die Region weit entfernt. Angesichts von Stellenabbau, gekürzten Budgets und der Vorbereitung auf höhere Lohnkosten drohen in den nächsten Monaten weitere Belastungen. Die jüngsten Daten bestätigen einen anhaltenden Abschwung – für die Unternehmen gibt es kaum Anlass zu Optimismus.

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