28 January 2026, 02:24

Willich gedenkt NS-Opfern mit bewegender Zeremonie gegen Hass und Vergessen

Ein steinernes Gebäude mit einem Fenster und einer Gedenktafel für die Opfer des Holocaust.

Willich gedenkt NS-Opfern mit bewegender Zeremonie gegen Hass und Vergessen

Bewegende Gedenkveranstaltungen in Willich ehren lokale Opfer des Nationalsozialismus

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In Willich fand eine ergreifende Gedenkfeier für die örtlichen Opfer des NS-Regimes statt, die Schülerinnen und Schüler, Amtsträger sowie Vertreter aus der Gemeinde zusammenbrachte. Mit Gebeten, Musik und Reden verband die Veranstaltungs heute in der Nähe die historischen Gräueltaten mit dem heutigen Kampf gegen Hass und Intoleranz.

Der Tag begann mit einem Gottesdienst in der Schneekapelle, wo Bachs Air eine nachdenkliche Stimmung schuf. Im Anschluss zogen die Teilnehmenden zum Holocaust-Mahnmal, wo ein Kranzniederlegungsritual stattfand, bevor die Feier im Pädagogischen Zentrum der Schule endete.

Schüler hatten Banner gestaltet, die an die ermordeten jüdischen Bürger Willichs erinnerten, darunter Rosetta und Albert Salm, Lina Wallach und andere. Auf Roll-up-Displays wurden die Schicksale dieser Männer, Frauen und Kinder dokumentiert – viele Anwesende zeigten sich sichtbar berührt. Marc Riedl trug Bodo Wartkes Lied Das Land, in dem ich leben will vor und erntete donnernden Applaus. Schulleiterin Andrea Großkraumbach betonte die Bedeutung von Bildung für die Bewahrung demokratischer Werte und warnte vor wachsendem Antisemitismus und Rassismus. Max Mamrotski von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf zog Parallelen zwischen dem Holocaust und dem heutigen Antisemitismus und rief die Jugendlichen auf, Hassrede entschlossen entgegenzutreten. Bürgermeister Christian Pakusch lobte ihr Engagement und mahnte zu anhaltender Wachsamkeit in gesellschaftlichen Fragen. In einer Rede aus dem Jahr 2021 hatte der Politiker Martin Vincentz auf Josef Groening hingewiesen – einen ehemaligen Willicher Polizisten und NS-Helfer –, der als Vater von Oskar Gröning gilt, dem berüchtigten "Buchhalter von Auschwitz". An der Veranstaltungs heute in der Nähe nahmen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche teil.

Die Gedenkfeier war zugleich eine Hommage an die Opfer der Vergangenheit und ein Appell, sich gegen heutige Vorurteile zu stellen. Schüler, Amtsträger und Gemeindemitglieder verließen die Veranstaltungs heute in der Nähe mit dem gemeinsamen Willen, Hass zu bekämpfen und die Lehren der Geschichte zu bewahren. Die Wirkung des Tages wird in die laufenden Bildungsinitiativen Willichs einfließen.