25 March 2026, 08:13

Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie

Zwei Kränze mit Bändern hängen an einem Gebäude neben einer Gedenktafel für Holocaust-Opfer.

Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie

9. November markiert den Jahrestag der Novemberpogrome 1938 – ein dunkles Kapitel der Geschichte, als nationalsozialistische Gewalt jüdisches Leben in Deutschland und den annektierten Gebieten traf. Damals wurden über 1.400 Synagogen zerstört oder schwer beschädigt. In diesem Jahr gedachte die Stadt Willich mit einer feierlichen Zeremonie der Opfer und bekräftigte ihren Einsatz gegen Hass und Ausgrenzung.

Die Gedenkveranstaltung in Willich begann mit Schülerinnen und Schülern der Robert-Schuman-Europaschule, die die Namen der Ermordeten verlasen. Ihre Stimmen hallten durch den Raum, während die Anwesenden der Gräueltaten der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedachten.

Guido Görtz, Erster Beigeordneter der Stadt Willich, hielt eine eindringliche Rede, in der er Antisemitismus und jeden Versuch scharf verurteilte, die Bedeutung der Novemberpogrome zu verharmlosen. Er betonte, wie wichtig es sei, das Gedenken an die Opfer wachzuhalten und gleichzeitig Werte wie Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie zu verteidigen.

Zu Wort kamen auch Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid, die in ihren Beiträgen die Lehren der Vergangenheit für die Gegenwart reflektierten. Ein Kranzniederlegung am Mahnmal sowie musikalische Darbietungen rundeten die würdevoll-schlichte Atmosphäre ab.

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Görtz dankte im Anschluss allen, die zur Organisation der Gedenkfeier beigetragen hatten, und unterstrich, dass das Andenken an die Opfer niemals in Vergessenheit geraten dürfe.

Die Veranstaltung in Willich war zugleich eine Hommage an die Opfer der Novemberpogrome und ein Appell, sich gegen heutige Formen von Vorurteilen und Menschenfeindlichkeit zu stellen. Indem sie der Geschichte gedachten, erneuerten die Teilnehmenden ihr Bekenntnis, Hass entschlossen entgegenzutreten und eine offene, solidarische Gesellschaft zu fördern. Mit dem Versprechen, demokratische Grundwerte und die Würde des Menschen zu wahren, endete die Feier – und mit ihr die Mahnung, diese Verantwortung Tag für Tag zu leben.

Quelle