22 March 2026, 08:13

Willich: Eltern kämpfen um Kita-Plätze mit Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege"

Eine Gruppe von Kindern hält Schilder und steht vor einem Gebäude, während eine Frau einen Kinderwagen mit einem Baby schiebt; auf einem Schild steht 'Wir kommen in Frieden, gebt uns unseren Daddy.'

Willich: Eltern kämpfen um Kita-Plätze mit Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege"

"Kleine Füße, kurze Wege": Neue Kampagne in Willich fordert mehr Kita-Plätze vor Ort

In Willich hat die Initiative "Kleine Füße, kurze Wege" das Ziel, den Ausbau von Betreuungsplätzen im direkten Wohnumfeld voranzutreiben. Die Kampagne betont, dass kürzere Wege für Familien Stress reduzieren und mehr gemeinsame Zeit ermöglichen. Nach der Abschaffung zweier geplanter Kindertageseinrichtungen fordern Eltern und Unterstützer:innen nun klare Antworten von der Stadt.

Hintergrund der Aktion sind die kürzlich gestrichenen Neubauprojekte für zwei Kitas in Willich – begründet mit knappen Haushaltsmitteln und rückläufigen Anmeldezahlen. Als einzige verbleibende kommunale Neueröffnung gilt das generationenübergreifende Zentrum in Reinershof, das später auch die Kita Alperof beherbergen soll. Doch hier gibt es Bedenken: Da ein externer Investor beteiligt ist, steht die Finanzierung infrage.

Vertreter:innen der Elternschaft und der Förderverein der Kita Alperof hatten sich bereits am 6. März in einem Schreiben an Bürgermeister Pakusch gewandt – bisher ohne Antwort. Nun folgt ein zweiter offener Brief, in dem die städtischen Angaben zu längeren Anfahrtswegen zu Kitas hinterfragt werden. Zudem lädt die Gruppe den Bürgermeister zu direkten Gesprächen ein, um nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

Die Forderungen der Kampagne gehen über reine Bequemlichkeit hinaus: Lokale Betreuungsangebote entlasteten den Alltag, sorgten für Planbarkeit berufstätiger Eltern und garantierten allen Kindern Zugang zu früher Bildung, so die Initiator:innen.

Mit zwei gestrichenen Projekten bleibt das Reinershofer Zentrum die letzte geplante kommunale Einrichtung. Wie es weitergeht, hängt nun davon ab, ob Bürgermeister Pakusch auf den aktuellen Brief reagiert. Eltern und Unterstützer:innen fordern unterdessen transparente Konzepte zu Finanzierung, Barrierefreiheit und der künftigen Verantwortung der Stadt für die Kinderbetreuung.

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