Wesel kämpft mit One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Toralf ZänkerWesel kämpft mit One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Wesel beteiligt sich an der weltweiten One Billion Rising-Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Initiative, 2012 von der Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen, zielt darauf ab, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und zu konkreten Maßnahmen anzuspornen. Das diesjährige Motto #WomenOnFire – Ni Una Menos knüpft an die globale feministische Bewegung an, die sich gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt.
In Wesel wird die Kampagne von Bürgermeister Rainer Benien und der Gleichstellungsbeauftragten Regina Schmitz-Lenneps koordiniert. Ihr Engagement unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Handlungsmaßnahmen, da Gewalt gegen Frauen in Deutschland weiterhin ein akutes Problem darstellt. Allein 2024 waren laut offiziellen Statistiken 73 Prozent aller registrierten Gewaltopfer Frauen.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die deutsche Polizei 265.942 Gewaltopfer – ein Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Die Kampagne ruft betroffene Frauen und Mädchen auf, sich an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter der Nummer 116 016 zu wenden, um Unterstützung zu erhalten.
Ni Una Menos, eine feministische Bewegung mit Ursprung in Lateinamerika, ist ein zentraler Bestandteil der diesjährigen One Billion Rising-Aktionen. Der Slogan #WomenOnFire – Ni Una Menos steht für die Forderung nach einem Ende von Femiziden und struktureller Gewalt. Obwohl die Kampagne seit 2012 weltweit gewachsen ist, liegen noch keine genauen Zahlen vor, wie viele deutsche Städte sich 2026 beteiligen werden.
Die Teilnahme Wesels an One Billion Rising lenkt die Aufmerksamkeit auf den anhaltenden Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Kampagne bietet Betroffenen Hilfsangebote und verstärkt gleichzeitig die Forderungen nach gesellschaftlichem Wandel. Angesichts der steigenden Gewaltzahlen in Deutschland betonen die Organisator:innen die Bedeutung von Solidarität und sofortiger Hilfe für Gefährdete.






