22 February 2026, 04:21

Weißstörche in NRW feiern Rekordjahr 2025 mit über 1.000 Brutpaaren

Ein detailliertes gemälde von zwei storken, die auf einem nest aus zweigen und gras stehen, mit langen hälsen und schnäbeln, vor einem weißen Hintergrund.

Angepasster Storch - Die Neue Welt Der Weißen Storken - Weißstörche in NRW feiern Rekordjahr 2025 mit über 1.000 Brutpaaren

Weißstörche gedeihen in Nordrhein-Westfalen (NRW) wieder prächtig – mit Rekordzahlen im Jahr 2025. Die aktuellen Daten verzeichnen 1.027 Brutpaare und 1.540 flügge gewordene Jungvögel in der gesamten Region. Eine außergewöhnliche Erholung, wenn man bedenkt, dass es 1991 nur noch drei Brutpaare gab. Besonders stark ist die Rückkehr der Störche in Gebieten wie Minden-Lübbecke, wo sich in Städten wie Petershagen große Kolonien angesiedelt haben.

Die ersten Störche des Jahres sind bereits in NRW eingetroffen – gesichtet wurden sie in Aachen, Wesel, Münster, Soest und Ostwestfalen-Lippe. Viele kehren früher zurück als in früheren Jahrzehnten, was vermutlich auf die milderen Winter im Zuge des Klimawandels zurückzuführen ist. Diese veränderten Bedingungen haben auch ihre Zuggewohnheiten beeinflusst: Über 95 Prozent der deutschen Weißstörche nehmen mittlerweile die kürzere Westroute nach Spanien, Portugal und Südfrankreich, statt wie früher bis ins subsaharische Afrika zu fliegen.

Auch ihre Ernährung hat sich angepasst. Standen früher Frösche ganz oben auf dem Speiseplan, fressen die Störche heute vermehrt Regenwürmer, Engerlinge und Feldmäuse. Diese Flexibilität könnte ihnen helfen, sich an veränderte Lebensräume anzupassen – doch extreme Sommertrockenheit bleibt eine Bedrohung für ihr Überleben.

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt die Vogelgrippe weiterhin Anlass zur Sorge. Das volle Ausmaß der Auswirkungen auf die Storchpopulation wird sich erst zeigen, wenn alle Vögel von ihren Winterquartieren zurückgekehrt sind. Naturschützer weisen darauf hin, dass Grundbesitzer die Art unterstützen können, indem sie sichere Nistplätze in geeigneten Lebensräumen anbieten.

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Der Kreis Minden-Lübbecke gilt als besonderer Erfolg: Allein in Petershagen brüteten 2025 190 Paare. Diese Entwicklung spiegelt einen größeren Trend in Europa wider, wo milde Winter und Nahrungsangebote auf Mülldeponien immer mehr Störche dazu bewegen, näher an ihren Brutgebieten zu bleiben.

Die Erholung des Weißstorchs in NRW markiert eine bemerkenswerte Wende nach dem fast vollständigen Verschwinden in den 1990er-Jahren. Mit über 1.000 Brutpaaren profitiert die Art offenbar von veränderten Zugrouten und einer abwechslungsreichen Ernährung. Dennoch bleiben anhaltende Gefahren wie die Vogelgrippe und Extremwetter eine Herausforderung – die langfristige Zukunft der Störche hängt daher weiter von konsequentem Artenschutz ab.