WDR verlässt Bocklemünd: Historischer Standort weicht digitaler Zukunft
Janin FinkeWDR verlässt Bocklemünd: Historischer Standort weicht digitaler Zukunft
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) leitet tiefgreifende Veränderungen in seinem Kölner Standort ein. Der Sender hat bekannt gegeben, seinen traditionellen Standort in Bocklemünd zu verlassen, da dieser den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Intendantin Katrin Vernau setzt nun einen neuen strategischen Kurs mit Fokus auf digitale und agile Produktionsmethoden.
Jahre lang beherbergte der Standort in Bocklemünd zentrale WDR-Bereiche. Dort befinden sich Studios für beliebte Formate wie "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause". Weitere Einheiten umfassen Veranstaltungstechnik, Multimedia-Produktion, Archive, Transportdienste sowie der WDR-Innovationshub. Zudem sind Mieter wie der Zentrale Beitragsservice und die Bavaria Studios in Teilen des Komplexes untergebracht.
Doch der große Standort entspricht nicht mehr der Ausrichtung des WDR auf digitale, flexible Produktionsabläufe. Die Instandhaltung der veralteten Anlage ist zudem mit hohen Kosten verbunden. Ein Projektteam soll nun Alternativen für die Verlegung der betroffenen Abteilungen prüfen.
Der WDR strebt eine Bündelung seiner Ressourcen näher am Kölner Stadtzentrum an. Der Umzug soll Effizienz und Programmqualität steigern. Die betroffenen Bereiche sollen bis 2028 schrittweise an neuen Standorten ihren Betrieb aufnehmen. Der gesamte Prozess – einschließlich des Verkaufs des Bocklemünd-Geländes – muss bis spätestens 2035 abgeschlossen sein.
Der Umzug markiert einen bedeutenden Wandel für die Infrastruktur und Arbeitsabläufe des WDR. Die derzeit in Bocklemünd ansässigen Abteilungen werden in den kommenden zehn Jahren schrittweise an neue Standorte verlegt. Der Sender wird den Grundstücksverkauf in Abstimmung mit den Aufsichtsgremien vorantreiben und gleichzeitig seine digitale Transformation vorantreiben.






