WDR verlagert TV-Produktion nach Baden-Baden und setzt auf digitale Nachrichten
Janin FinkeMillionenersparnis: WDR lässt TV-Programm technisch von SWR ausstrahlen - WDR verlagert TV-Produktion nach Baden-Baden und setzt auf digitale Nachrichten
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) vollzieht tiefgreifende Veränderungen in seinem technischen Betrieb. Der Sender schließt sich der Plattform "ARD-Sendebetrieb Süd" an und verlagert seine Fernsehproduktion zum Südwestrundfunk (SWR) nach Baden-Baden. Mit diesem Schritt sollen Kosten gespart und Mittel für den Ausbau digitaler Nachrichten umgeschichtet werden.
Der WDR ist damit der jüngste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die sich der ARD-Sendebetrieb-Süd-Plattform anschließt. Zu dieser Gruppe gehören bereits der Bayerische Rundfunk, der Hessische Rundfunk und der Saarländische Rundfunk. Seit 2020 hat sich kein weiterer Sender dem gemeinsamen technischen Verbund angeschlossen.
Künftig wird das Landesfunkhaus Baden-Baden des SWR für die technische Abwicklung der WDR-Fernsehprogramme zuständig sein. Durch die Umstellung sollen im ARD-Verbund Millionen eingespart werden. Trotz der technischen Neuausrichtung behält der WDR die volle redaktionelle Kontrolle über seine eigenen Nachrichten.
Die eingesparten Mittel fließen in die digitale Expansion der ARD. Zwar wird die Programmabwicklung des WDR künftig aus Baden-Baden gesteuert, die redaktionelle Verantwortung bleibt jedoch unverändert beim Sender. Der Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Effizienzsteigerung im öffentlich-rechtlichen Nachrichtensystem.






