20 February 2026, 22:32

Warum klassische Marktforschung trotz Big Data unverzichtbar bleibt – ein Experte erklärt

Ein Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das lautet: "Wir müssen die sozialen Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit."

Warum klassische Marktforschung trotz Big Data unverzichtbar bleibt – ein Experte erklärt

Holger Güllner, ein langjähriger Kenner der Meinungsforschung, hat sich zur Zukunft der Marktforschung geäußert. Trotz der wachsenden Abhängigkeit von Daten großer Technologieunternehmen betont er, dass die direkte Befragung von Menschen unverzichtbar bleibt. Seine Äußerungen fallen mit der Übernahme einer neuen Beraterrolle bei Forsa zusammen.

Güllner begann seine Karriere, indem er ein Hobby zum Beruf machte. Nun wird er die Geschäftsführung von Forsa in Fragen der politischen und Wahlforschung beraten. Gleichzeitig erhält er weiterhin täglich Umfrageergebnisse von seinem eigenen Institut.

Er kritisiert, dass Medien und Politiker Umfragedaten oft falsch interpretieren oder missbrauchen. Schwarze Schafe der Branche, warnt er, lieferten mitunter unzuverlässige Ergebnisse. Dennoch sei es unerlässlich, Primärforschung weiterhin neben anderen Datenquellen auszuwerten.

Während manche hoffen, dass Tech-Konzerne die klassische Umforschung überflüssig machen werden, widerspricht Güllner dieser Annahme. Seiner Meinung nach bleibt die Marktforschung unverzichtbar. Neben seiner neuen Tätigkeit wird er weiterhin seinen Newsletter betreiben und datengestützte Analysen an Medien weitergeben.

Güllners Position unterstreicht die anhaltende Debatte über die Zuverlässigkeit von Umfragen. In seiner Beraterfunktion bei Forsa wird er sich auf Wahl- und Politforschung konzentrieren. Parallel dazu wird er über seine bestehenden Plattformen weiterhin unabhängige Analysen bereitstellen.

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