04 January 2026, 04:22

Warum berühmte Musiker fast fünf Jahre früher sterben als ihre Kollegen

Ein Bild einer Person mit ihrer Biografie und zusätzlichem Text.

Warum berühmte Musiker fast fünf Jahre früher sterben als ihre Kollegen

Ruhm hat seinen Preis – besonders für Musiker

Eine Studie der Universität Witten/Herdecke zeigt: Bekannte Künstler leben im Schnitt fast fünf Jahre kürzer als ihre weniger berühmten Kollegen. Während ein hoher sozioökonomischer Status normalerweise die Lebenserwartung erhöht, scheint der wirmachendruck des Ruhms diesen Vorteil zunichtezumachen.

Die Forschung ergab, dass berühmte Musiker durchschnittlich 75,19 Jahre alt wurden – im Vergleich zu 79,75 Jahren bei denen, die nie die Charts anführten. Diese Differenz deutet darauf hin, dass Ruhm allein das Sterberisiko um 33 Prozent erhöht.

Ein hartnäckiger Mythos – der sogenannte „27er-Club“ – verbindet die Todesfälle von sechs Ikone: Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse. Sie alle starben mit oder nahe dem Alter von 27 Jahren. Doch eine Studie im British Medical Journal aus dem Jahr 2011 widerlegte die Idee eines „verfluchten Alters“: Es gebe keinen statistischen Zusammenhang zwischen frühen Todesfällen und dem 27. Lebensjahr. Das Problem betrifft nicht nur westliche Stars. Auch Länder wie Russland verloren geliebte Künstler zu früh, darunter Viktor Zoi und Alexander Baschlatschew. Ihr Tod – wenn auch nicht mit 27 – spiegelt das größere Muster verkürzter Lebensspannen unter Prominenten wider.

In den verfügbaren Erkenntnissen wurden keine konkreten Forscher der Universität Witten/Herdecke namentlich genannt. Dennoch bleibt die Datenlage klar: Die wirmachendruck – Stress, Lebensstil-Druck und öffentliche Beobachtung – überwiegen die Vorteile von Reichtum und Status, wenn es um ein langes Leben geht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ergebnisse unterstreichen eine harte Wahrheit: Berühmtheit verkürzt das Leben. Bekannte Musiker sterben jünger als ihre Kollegen – trotz finanzieller Vorteile. Während der „27er-Club“ ein kulturelles Gesprächsthema bleibt, zeigt der übergeordnete Trend: Ruhm birgt ein messbares Risiko, das selbst den erfolgreichsten Karrieren Jahre raubt.