03 February 2026, 22:52

Warnstreiks legen Kitas und öffentlichen Dienst in NRW für zwei Tage lahm

Ein Plakat mit schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund zeigt: "Kinderschutz ist eine nationale Herausforderung - Sollen wir die Nation von der Industrie fesseln lassen?", mit einer Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Herkunftslandes, die zusammen stehen.

Erste Warnstreiks in Awo-Kindergärten - Warnstreiks legen Kitas und öffentlichen Dienst in NRW für zwei Tage lahm

Warnstreiks legen Kitas und öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen lahm

In dieser Woche wird es in Nordrhein-Westfalen zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Kinderbetreuung und öffentlichen Dienst kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch und Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst durchzusetzen. Im Rahmen des anhaltenden Tarifkonflikts im öffentlichen Sektor sind zudem Kundgebungen in mehreren Großstädten geplant.

Am Mittwoch, dem 4. Februar, beginnen die ersten Streiks in Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen. Betroffen sind vor allem Kitas in Essen, im Rhein-Erft-Kreis, in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und in Köln – viele von ihnen werden geschlossen bleiben oder nur ein eingeschränktes Angebot bieten. Zudem hat ver.di Demonstrationen in Essen, Aachen und Köln organisiert, an denen sich Beschäftigte des öffentlichen Dienstes beteiligen werden.

Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Bruttoerhöhung von 500 Euro für alle Mitarbeiter:innen, 300 Euro mehr für Auszubildende sowie drei zusätzliche freie Tage pro Jahr für Gewerkschaftsmitglieder. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderungen als unrealistisch ab und verweisen darauf, dass sie im Schnitt einer Lohnerhöhung von 13 Prozent entsprechen würden.

Die Streiks setzen sich am Donnerstag, dem 5. Februar, fort – dann steht Ostwestfalen-Lippe im Fokus. Dort werden unter anderem AWO-öffentlichen Dienst bestreikt, und in Herford ist eine Demonstration geplant. Zwar könnten sich auch einige Altenheime beteiligen, doch ver.di versichert, dass die Versorgung der Bewohner:innen in jedem Fall sichergestellt bleibe.

Bereits im Januar hatte es ähnliche Warnstreiks in Kitas und öffentlichen Dienst der AWO gegeben, darunter auch in Ostwestfalen-Lippe. Die aktuellen Arbeitsniederlegungen sind Teil einer bundesweiten Protestwelle im öffentlichen Dienst, von der auch Universitäten, Schulen und andere kommunale öffentlichen Dienst in anderen Bundesländern betroffen sind.

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Die zweitägigen Warnstreiks werden die Kinderbetreuung und öffentlichen Dienst in zahlreichen Kreisen Nordrhein-Westfalens beeinträchtigen. Da die Arbeitgeberseite die Forderungen der Gewerkschaft weiterhin ablehnt, könnten bei ausbleibender Einigung weitere Ausstände folgen. Die Proteste zeigen, wie angespannt die Lage im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes weiterhin ist.