13 March 2026, 16:34

Warendorf erhöht Wohnmobil-Gebühren – Camper protestieren gegen 15-Euro-Tagessatz

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder in Händen und steht vor einem Zaun, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Masten, Plakatwänden und einem Bildschirm. Im Hintergrund ist Gras und der Himmel zu sehen, und es scheint eine Regierungentscheidung gegen Video-Konferenzen zu protestieren.

Warendorf erhöht Wohnmobil-Gebühren – Camper protestieren gegen 15-Euro-Tagessatz

Warendorf führt ab diesem Frühjahr eine Tagesgebühr von 15 Euro für Wohnmobil-Stellplätze am Emssee-Campingplatz ein. Der Beschluss geht auf eine einstimmige Abstimmung des Stadtrats im Herbst 2023 zurück, die auf Initiative der CDU zustande kam. Einige Stammgäste kritisieren die Preiserhöhung bereits als überzogen.

Die neue Gebühr hat bei regelmäßigen Campern für Unmut gesorgt. Günter Brossat, ein 83-jähriger Dauergast, bezeichnete die Abgabe als unangemessen. Andere kündigten an, den Platz künftig ganz zu meiden, sollte das Preisniveau so hoch bleiben.

Die Stadt verteidigt die Preispolitik mit Verweis auf die attraktive Lage des Platzes und die zusätzlichen Annehmlichkeiten. Laut Verwaltung seien vergleichbare Standorte oft noch teurer. Die Einnahmen sollen in Modernisierungen fließen, etwa in die Erneuerung der Stromversorgungssäulen und die Installation von Parkuhren.

Wer eine günstigere Alternative sucht, kann auf den Campingplatz Wiesengrund ausweichen. Dort verlangt die Kommune etwa fünf Euro pro Tag, allerdings ohne die Zusatzleistungen des Emssee-Standorts. Wie viele Stellplätze für Wohnmobile an beiden Orten verfügbar sind, gab die Stadt nicht bekannt.

Die 15-Euro-Gebühr tritt in den kommenden Monaten in Kraft und soll die Aufwertung des Emssee-Campingplatzes finanzieren. Camper müssen sich nun entscheiden: entweder den höheren Preis akzeptieren oder auf den schlichteren Platz in Wiesengrund ausweichen. Der Ratsbeschluss spiegelt den Spagat zwischen Dienstleistungsqualität und den Erwartungen der Gäste wider.

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