Vom Schulhof zur WM: Deutschlands inklusives Basketballteam rockt Puerto Rico
Janin FinkeVom Schulhof zur WM: Deutschlands inklusives Basketballteam rockt Puerto Rico
Deutschlands Unified-3x3-Basketballteam startet bei der Weltmeisterschaft in Puerto Rico
Das Team, bestehend aus Spieler:innen mit und ohne geistige Behinderung, hat sich über die Qualifikation für das Turnier empfohlen. Ihr Weg – von einer schulischen AG bis auf die Weltbühne – überrascht selbst die Akteur:innen.
Die Mannschaft stammt von der Bielefelder Förderschule Am Niedermühlenkamp, einer Einrichtung mit Schwerpunkt auf kognitiver Entwicklung. Alles begann mit einer einfachen Basketball-AG nach Schulschluss, die sich bald zu einem Wettkampfteam entwickelte. Unter Trainer Mario Rondas, Sonderpädagoge und Inklusionsbefürworter, entstand ein besonderes Konzept: Er holte mit Jonas Becker und Felix Müller zwei Spieler vom Helmholtz-Gymnasium ins Team, um die Truppe zu verstärken.
Rondas’ Ansatz vereint Athlet:innen mit und ohne Behinderung zu einer geschlossenen Mannschaft. Vincent Buchspieß und Rubin Saradjuk, die beiden Spieler ohne Behinderung, übernehmen Führungsrollen – sie leiten Trainings und unterstützen ihre Mitspieler:innen während der Spiele. Das Quintett plus Betreuer:innen bereitet sich nun auf das schnelle 3-gegen-3-Format der WM vor, bei dem Dreierteams auf einem halben Spielfeld mit einem Korb gegeneinander antreten. Für Emmanuel Onyekwere, einen der Spieler, kam die Nominierung für die Nationalmannschaft überraschend. Seine Reaktion spiegelte die Ungläubigkeit des gesamten Teams wider: vom lokalen Turnier bis zur unerwarteten WM-Teilnahme.
Die Qualifikation ist ein Meilenstein für den Unified-Basketball in Deutschland. Ihr Auftritt in Puerto Rico zeigt, wie Inklusion im Leistungssport Chancen schafft. Jetzt gilt es für die fünf Spieler:innen und ihr Team, sich auf der internationalen Bühne zu beweisen – mit dem Fokus auf die anstehende Herausforderung.






