30 April 2026, 08:13

Vom kasachischen Dorf zum deutschen Meistertitel: Ein Leben zwischen Integration und Sport

Offenes Buch, das eine handgeschriebene genealogische Tabelle einer deutschen Familie zeigt, gefüllt mit detaillierten Ahneninformationen.

Vom kasachischen Dorf zum deutschen Meistertitel: Ein Leben zwischen Integration und Sport

Andreas Neufeld verließ als Kind in den frühen 1990er-Jahren Kasachstan und hat sich seitdem in Deutschland ein neues Leben aufgebaut. Heute ist er verbeamteter Grundschullehrer und deutscher Meister im Gewichtheben – ein beeindruckender Werdegang, der in einem kleinen Dorf begann und ihn bis zu sportlichen Höhenflügen führte. Die Auswanderung seiner Familie markierte den Start in ein neues Kapitel, das ihn zum Leistungssport und einer tiefen Verbindung zu seiner Wahlheimat führte.

Die Geschichte der Familie Neufeld begann in Komsomolez, einem Dorf in der Region Kostanai in Kasachstan, das heute Karabalyk heißt. Als deutschstämmige Kasachen entschieden sie sich in den frühen 1990er-Jahren zur Ausreise, auf der Suche nach einem Neuanfang. Am 6. Juni 1991 kam Andreas mit der Familie seines Vaters in Deutschland an. Zwei Jahre später folgten die Angehörigen seiner Mutter.

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Nach ihrer Ankunft in Nordrhein-Westfalen lebte die Familie zunächst in Dortmund-Nette, bevor sie nach Eberbach-Pleutersbach in Baden-Württemberg zog – dort wohnt Andreas noch heute mit seiner Frau und den beiden Kindern. Beruflich schlug er die Laufbahn eines Lehrers ein, eine Tätigkeit, die er seit Langem an einer Grundschule ausübt.

Das Gewichtheben begleitete ihn schon früh, geprägt durch seinen Vater, der bereits in Kasachstan als Trainer arbeitete. 1998 begann Andreas mit dem Wettkampfsport, eine Karriere, die bis 2016 andauerte. In dieser Zeit holte er zahlreiche deutsche Titel und eine Silbermedaille bei den Junioren-Europameisterschaften.

Doch auch heute ist er dem Sport treu geblieben: In der Altersklasse 40–45 hält er den deutschen "Masters"-Titel im Gewichtheben.

Deutschland ist für Andreas Neufeld längst zur Heimat geworden – privat wie beruflich. Zwar plant er keine dauerhafte Rückkehr nach Kasachstan, doch eines Tages möchte er dorthin reisen, um seine Wurzeln wiederzuentdecken. Sein Weg – vom kleinen kasachischen Dorf über den Lehrerberuf bis zu sportlichen Erfolgen – zeigt, wie die Entscheidung seiner Familie vor Jahrzehnten sein heutiges Leben prägte.

Quelle