07 March 2026, 18:10

Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – trotz innerparteilicher Machtkämpfe und Wahlumfragen mit Rekordwerten

Eine große Menschenmenge sitzt vor einer Bühne mit einem Podium, Mikrofon, Flaggen, einem Bildschirm und Lichtausrüstung und wartet auf eine Präsidentschaftsdiskussion.

Vincentz wiedergewählt als AfD-Vorsitzender in NRW - Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – trotz innerparteilicher Machtkämpfe und Wahlumfragen mit Rekordwerten

Martin Vincentz ist als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen wiedergewählt worden. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund innerparteilicher Spannungen statt, wobei Vincentz eine klare, wenn auch nicht überwältigende Mehrheit erzielte. Sein Sieg festigt seine Position im Vorfeld der Bundestagswahl 2027, bei der die AfD derzeit in Umfragen bei rund 15 Prozent liegt – fast das Dreifache ihres Ergebnisses von 2022.

Vincentz hatte den Landesvorsitz 2022 übernommen und sich seitdem als gemäßigtere Stimme innerhalb der Partei positioniert. Damit grenzt er sich von härteren Flügeln ab, zu denen auch Matthias Helferich zählt, der mit rechtsextremen Ideologien in Verbindung gebracht wird. In den vergangenen Monaten war die Partei von internen Machtkämpfen geprägt, wobei Berichte über Spaltungen bereits 2026 aufkamen.

Bei der jüngsten Wahl erhielt Vincentz 54,7 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den Bundestagsabgeordneten Fabian Jacobi durch, der auf 43,4 Prozent kam. Die Delegierten lehnten zudem einen Antrag auf die Einführung einer Doppelspitze ab, was Vincentz' Rolle als alleiniger Vorsitzender stärkt. Seine Wiederwahl fällt in eine Phase, in der die AfD auf deutliche Gewinne bei der Bundestagswahl 2027 hofft – aktuelle Umfragen deuten auf eine Verdreifachung der Unterstützung im Vergleich zu 2022 hin.

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Beobachter weisen darauf hin, dass Vincentz' Führungsstil im Kontrast zu den radikaleren Kräften der Partei steht. Zwar sieht er sich weiterhin Herausforderungen durch den rechtsextremen Flügel gegenüber, doch seine Wiederwahl signalisiert Kontinuität für den Landesverband der AfD im Vorfeld des Wahlkampfs.

Das Ergebnis bestätigt Vincentz für eine weitere Amtszeit an der Spitze und untermauert seinen Anspruch auf die Spitzenkandidatur der AfD 2027. Angesichts steigender Umfragewerte könnte sein gemäßigter Kurs dazu beitragen, die Anziehungskraft der Partei zu verbreitern. Die Ablehnung einer doppelten Führung deutet zudem auf eine Präferenz für eine geschlossene Marsroute unter seiner Führung hin.

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