Verstecktes Porträt der Catarina von Tomatis in Wiener Galerie entdeckt
Toralf ZänkerVerstecktes Porträt der Catarina von Tomatis in Wiener Galerie entdeckt
Verborgenes Porträt der Catarina von Tomatis unter einem Gemälde in der Österreichischen Galerie entdeckt
Unter einem Gemälde der Sammlung der Österreichischen Galerie kam ein verstecktes Porträt der Catarina von Tomatis zum Vorschein. Das Werk des Malers Johann Baptist Lampi der Ältere verbirgt ihr Abbild unter einer grob aufgetragenen Büste einer Frau. Warum das Original übermalt wurde, bleibt unklar.
Catarina von Tomatis, geborene Filipazzi, war eine Mailänder Tänzerin, die ab 1765 zu einer einflussreichen Persönlichkeit in den Elitekreisen Warschaus aufstieg. Zudem war sie die Mätresse des polnischen Königs. Ihr Partner, Carlo Tomatis, leitete für den Monarchen das Opernhaus von Warschau und führte ein Leben im Luxus – finanziert durch Spielgewinne und königliche Zuwendungen an seine Frau.
Zwischen 1870 und 1900 wurde das Porträt mit einer weiteren Farbschicht überdeckt. Katharina Lovecky, Kuratorin im Belvedere, untersuchte die Ausstellung und ihren Katalog und brachte so neue Erkenntnisse über den Fund ans Licht. In einem separaten Werk von Lampis Sohn entfernten Restauratoren einen dunklen Abschnitt und legten damit einen geflügelten Amor frei, der vor einem Spiegel steht.
Die Verbergung von Catarinas Porträt wirft Fragen nach den Beweggründen auf. Fachleute diskutieren weiterhin, ob die übermalte Büste entfernt werden sollte, um das ursprüngliche Bild freizulegen. Das Gemälde steht heute als Zeugnis für die historische Präsenz der Catarina von Tomatis und die Rätsel, die ihr Porträt umgeben. Die Debatte über seine Restaurierung spiegelt das anhaltende Interesse an ihrem Erbe und den Geheimnissen wider, die das Kunstwerk in sich trägt.






