Verschollenes Münchner Kulturgut: Dorrer-Werk aus Schwabinger 7 kehrt zurück
Agata HübelVerschollenes Münchner Kulturgut: Dorrer-Werk aus Schwabinger 7 kehrt zurück
Ein lange verschollenes Kunstwerk aus der legendären Münchner Bar Schwabinger 7 wird nächste Woche der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk des Künstlers Rupert Dorrer war vor über einem Jahrzehnt von Denn's Biomarkt erworben worden. Die feierliche Enthüllung findet am Montag um 11 Uhr in der Galerie in Bruckmühl statt.
Das Kunstwerk entstand ursprünglich als Wand im berühmten Schwabinger 7, das einst als Münchens bekannteste Bar galt. 1968 entwickelte sich der Ort zu einem Künstlerquartier, wobei die frühere Nutzung des Gebäudes bis heute nicht vollständig geklärt ist. Dorrer gestaltete die Wand später zu einem mehrschichtigen Gemälde um, das er mit Mixed-Media-Techniken auf Holz schuf.
Das Werk misst 140 Zentimeter in der Breite und 72 Zentimeter in der Höhe. Vor zwölf Jahren wurde es bei einer Auktion versteigert, bevor es in den Besitz von Denn's Biomarkt überging. Dorrer beschrieb seine Arbeit als Reflexion über Vergänglichkeit – er rekonstruierte ein Foto der ursprünglichen Wand durch mehrere Farbschichten.
Nach Jahren in Privatbesitz wird das Kunstwerk nun erstmals seit dem Erwerb öffentlich ausgestellt. Die Präsentation in Bruckmühl markiert seine erste offizielle Ausstellung.
Die Schau bietet einen seltenen Einblick in die Kulturgeschichte des Schwabinger 7. Die mehrschichtige Technik und die symbolische Bedeutung des Werks unterstreichen Dorrers Ansatz, flüchtige Momente festzuhalten. Die Veranstaltung findet am Montagmorgen in der Galerie statt.