Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr E-Scooter-Risiken und Drogenunfälle
Janin FinkeVerkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr E-Scooter-Risiken und Drogenunfälle
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischtes Bild
Im Märkischen Kreis präsentierte sich die Verkehrssicherheit im Jahr 2025 mit Licht und Schatten. Zwar gingen die Zahlen der Getöteten und Schwerverletzten zurück, doch andere Problemfelder verschärften sich – insbesondere Unfälle mit E-Scootern und unter Drogeneinfluss. Die Gesamtzahl der Verkehrsvorfälle blieb mit 14.343 Fällen auf dem Vorjahresniveau, doch einige Trends geben den Behörden Anlass zur Sorge.
Die Zahl der Verkehrstoten sank von 11 im Jahr 2024 auf 7 im Jahr 2025. Unter den Opfern befand sich ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert. Auch die Schwerverletzten gingen um 15 Prozent zurück: 192 Fälle wurden registriert – gegenüber 226 im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Leichtverletzten um 6,4 Prozent auf 945.
Für Motorradfahrer gab es leichte Verbesserungen: 98 Unfälle wurden verzeichnet, darunter drei Todesfälle. Doch die Unfälle mit E-Scootern nahmen weiter zu. Seit 2020 haben sich die schweren E-Scooter-Unfälle im Kreis mehr als verdoppelt – von 12 auf 28 im Jahr 2025. Besonders kritisch war das Jahr 2023 mit 35 Vorfällen. Die häufigsten Verstöße betrafen Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss (42 Prozent), das Missachten roter Ampeln (31 Prozent) sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen von über 20 km/h (27 Prozent).
Auch die Drogendelikte im Straßenverkehr stiegen stark an: 1.367 Fahrer mussten 2025 eine Blutprobe abgeben – 2024 waren es noch 915. Zu den Hauptursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin Rasen, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen. Gleichzeitig verschlechterte sich die Sicherheit von Kindern: 142 wurden auf dem Schulweg verletzt, gegenüber 128 im Vorjahr.
Die Daten zeigen Fortschritte, aber auch anhaltende Risiken auf den Straßen des Märkischen Kreises. Weniger Tote und Schwerverletzte sind ein positiver Trend, doch die Zunahme von E-Scooter-Unfällen, Drogen am Steuer und Kinderverletzungen erfordern dringendes Handeln. Die Behörden dürften mit verschärften Kontrollen und Aufklärungskampagnen reagieren.