Verkehrsausschuss beschließt Schulstraßen und Radwege – doch ein Antrag scheitert knapp
Salvatore HarloffVerkehrsausschuss beschließt Schulstraßen und Radwege – doch ein Antrag scheitert knapp
Verkehrsausschuss führt ergebnisreiche Sitzung durch
Ein bedeutender Beschluss betraf die Verabschiedung eines verkehrsberuhigten Konzepts für die Ferdinand-Stucker-Straße. Der neue Plan sieht eine gemeinschaftlich genutzte Verkehrsfläche vor, die bis zum Bahnübergang reicht. Gleichzeitig betonte der Ausschuss die Notwendigkeit, während der bevorstehenden Sperrung der S11-Strecke alle möglichen Busalternativen zu prüfen.
Die CDU brachte einen Vorschlag für eine direkte Busverbindung zwischen dem Bahnhof Bergisch Gladbach und dem Kölner Hauptbahnhof ein. Separat wurde ihr Antrag zur Verlegung von drei Bäumen vor dem Rathaus abgemildert – die Verwaltung soll nun "mögliche Alternativstandorte prüfen", statt eine Fällung festzulegen. Im Radverkehrsbereich erhielt die Verwaltung den Auftrag, sichere Schulwege für die NCG- und die Kleefeld-Schule zu entwickeln, wobei Überschneidungen mit bestehenden Routen vermieden werden sollen. Die Grünen begrüßten Pläne für eine "Schulstraße" an der Hand-Grundschule, während SPD und Grüne bessere Zugänge zur KVB-Haltestelle Thielenbruch forderten – inklusive ausgebauter Radwege. Zudem wurde der marode Zustand der Pflasterung in der Buchmühlenstraße thematisiert; ein Sanierungskonzept soll in der nächsten Sitzung vorgestellt werden. Der SPD/Grünen-Antrag, den Bahnübergang auf Radfahrer:innen, Fußgänger:innen und Einsatzfahrzeuge zu beschränken, fand zwar keine Mehrheit, bleibt aber weiter in der Diskussion.
Keine Partei hatte sich zuvor öffentlich zum Projekt "Radeln zur Schule" bekannt. Dennoch nehmen Schulen wie das Märkische Gymnasium Hamm und das Max-Windmüller-Gymnasium bereits teil – mit spürbaren CO₂-Einsparungen und Workshops zu nachhaltiger Mobilität.
Die Sitzung brachte klare Fortschritte bei der Verkehrsberuhigung, der Radinfrastruktur und der ÖPNV-Planung. Die Beschlüsse gehen nun in die Umsetzung, während über noch offene Anträge weiter beraten wird.






