Verallia schließt Berliner Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr
Verallia schließt Berliner Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr
Die Glasindustrie in Berlin erleidet einen weiteren schweren Rückschlag: Der Konzern Verallia hat die Schließung seines Standortes in der Stadt angekündigt. Durch die Stilllegung sind 310 Arbeitsplätze bedroht – eine zusätzliche Belastung für die Branche, die in den vergangenen fünf Jahren bereits 1.200 Stellen verloren hat. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "harten Schlag für die Wirtschaft der Stadt".
Zwischen 2021 und 2025 gingen in Berlins Glasindustrie rund 1.200 Arbeitsplätze durch Produktionsstilllegungen verloren. Den größten Einschnitt gab es 2022, als Schott AG seine Werke schloss und damit 850 Beschäftigte betroffen waren. Zwei Jahre später führte die Schließung von Vegla im Jahr 2024 zu weiteren 350 Entlassungen.
Nun hat Verallia die Pläne zur Schließung seines Berliner Glaswerks bestätigt, wodurch zusätzlich 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsplatzverlusten bedroht sind. Die Stadtspitze reagierte mit Besorgnis. Oberbürgermeister Kufen äußerte tiefes Bedauern und wies auf die Folgen für den industriellen Standort Berlin hin.
Als Reaktion will die Stadt eng mit der Unternehmensführung von Verallia sowie dem Betriebsrat zusammenarbeiten, um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen. Zudem soll die EWG (Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft) in die Gespräche einbezogen werden, um mögliche Nachnutzungen für das Gelände zu prüfen. Ziel ist es, praktische Hilfen anzubieten und die wirtschaftlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Die Schließung des Verallia-Werks ist ein weiterer Schritt im langjährigen Niedergang der Berliner Glasindustrie. Seit 2021 sind insgesamt 1.510 Arbeitsplätze in der Branche weggefallen. Nun steht die Stadt vor der Herausforderung, die betroffenen Arbeitnehmer zu unterstützen und das Gelände neu zu beleben. Die Verantwortlichen haben zugesagt, eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um Lösungen zu finden.
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