20 March 2026, 06:13

Velbert diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen: Recht, Ethik und Praxis im Fokus

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Velbert diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen: Recht, Ethik und Praxis im Fokus

Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden Maßnahmen in Velbert

Ende dieses Monats findet in Velbert eine Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen statt. Die offene Veranstaltung richtet sich an gesetzliche Betreuer:innen sowie die interessierte Öffentlichkeit und soll rechtliche und ethische Aspekte der Sterbebegleitung erläutern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist für alle kostenfrei.

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Die Veranstaltung wird vom Pflegeamt der Stadt Velbert in Zusammenarbeit mit der Bergischen Diakonie Aprath und dem SKFM Velbert/Heiligenhaus organisiert. Sie findet am Donnerstag, dem 26. März, von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Villa B (Höferstraße 37) statt.

Sebastian Schmitz, Fachmann vom SAPV-Dienst (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) mit Sitz in Mettmann, wird die Diskussion leiten. In seinem Vortrag geht es um verfügbare Hilfsangebote für Entscheidungen über lebensverlängernde Behandlungen sowie um die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Veranstaltung erfolgt vor dem Hintergrund bedeutender Entwicklungen in Deutschland: In den letzten fünf Jahren haben sich die rechtlichen Debatten verschärft, insbesondere nach dem Bundestagsbeschluss von 2023 zu Patientenverfügungen und Betreuungsrecht. Auch ethische Diskussionen in der Palliativmedizin gewinnen an Bedeutung – etwa zur Abwägung zwischen Lebensverlängerung und Würde der Patient:innen. Maßgeblich geprägt wurden diese Debatten durch Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sowie durch richtungsweisende Urteile, darunter das des Bundesverfassungsgerichts von 2020 zur Sterbehilfe.

Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, sich über ihre Handlungsoptionen und die bestehenden rechtlichen Schutzmechanismen zu informieren. Angesichts der jüngsten Änderungen in Gesetzgebung und medizinischer Ethik bietet die Veranstaltung aktuelle Orientierung für alle, die vor schwierigen Entscheidungen am Lebensende stehen. Der kostenfreie Zugang sichert eine breite Vermittlung dieser wichtigen Informationen.

Quelle