VAR-Sabotage bei Preußen Münster: Fan-Aktion stoppt Spiel gegen Hertha BSC

Janin Finke
Janin Finke
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Eine große Menschenmenge sitzt in einem Stadion und schaut ein Fußballspiel, mit einer Bühne auf der rechten Seite, Fahnen, Stangen und einem Bildschirm im Hintergrund, unter einem sichtbaren Himmel, im Allianz Stadion in München, Deutschland.Janin Finke

VAR-Sabotage bei Preußen Münster: Fan-Aktion stoppt Spiel gegen Hertha BSC

Zweitligapartie zwischen Preußen Münster und Hertha BSC nach VAR-Störung unterbrochen

Ein Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha BSC wurde unterbrochen, als zwei vermummte Fans kurz vor der Halbzeit den Bildschirm des Videobeweises (VAR) abstellten. Der Vorfall zwang Schiedsrichter Felix Bickel, sich auf das VAR-Team in Köln zu verlassen, das schließlich einen Elfmeter für Hertha BSC gab. Die Behörden vermuten nun, dass die Aktion im Voraus geplant war – zeitgleich erschien im Heimblock ein Protesttransparent gegen den Videobeweis.

Die Partie nahm eine ungewöhnliche Wendung, als der VAR-Monitor aufgrund der Fan-Einmischung ausfiel. Ohne funktionierenden Bildschirm musste sich Bickel an den VAR-Truck in Köln wenden, um ein Foul im Strafraum zu überprüfen. Die Entscheidung führte schließlich zum Elfmeter für Hertha BSC.

Preußen Münster verurteilte die Störung umgehend. Vereinsvertreter kündigten an, den Vorfall zu untersuchen und Konsequenzen gegen die Verantwortlichen zu ziehen. Zudem wurden sofort Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern.

Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich um eine gezielte Aktion handelte. Im Heimblock wurde ein Banner mit der Aufschrift "Steckt den VAR ab" gezeigt, was den Verdacht auf Vorplanung verstärkt. Der DFB hat unterdessen den 1. FC Magdeburg – unabhängig von diesem Vorfall – mit einer Strafe von 186.600 Euro wegen separater Verstöße durch Pyrotechnik und Angriffe auf Polizisten belegt. Bis zu 62.200 Euro davon könnten in Sicherheitsverbesserungen fließen.

Im Rahmen der Regionalkonferenzen 2026 setzen sich DFB und DFL gemeinsam mit Vereinen, Fans und Behörden für mehr Stadion-sicherheit ein. Diskutiert werden Maßnahmen zur Gewaltprävention und zum Umgang mit Pyrotechnik. Aktuell dürfen Clubs bis zu 33 Prozent der Strafgelder in Sicherheitsaufrüstungen investieren – nun wird eine Erhöhung auf 40 bis 50 Prozent erwogen.

Der VAR-Vorfall hat Preußen Münster dazu veranlasst, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Gleichzeitig drängt der DFB auf strengere Sicherheitsstandards im deutschen Fußball. Künftig könnten Vereine mehr Spielraum erhalten, um Strafgelder in Gewaltprävention und Stadion-sicherheit zu stecken.

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