VAR-Debatte im DFB-Pokal: Fehlentscheidungen entfachen Streit um Videobeweis-Einsatz
Agata HübelVAR-Debatte im DFB-Pokal: Fehlentscheidungen entfachen Streit um Videobeweis-Einsatz
Streit um Schiedsrichterentscheidungen hat die Forderungen nach dem Einsatz des Videobeweises (VAR) im DFB-Pokal neu entfacht. Ein übersehener Abseitsfehler im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München führte zu einem Tor, das nicht hätte zählen dürfen. Gleichzeitig wurde Eintracht Frankfurt ein möglicher Siegtreffer aufgrund eines VAR-Fehlers im Spiel gegen Heidenheim aberkannt.
Die Diskussion um den Videobeweis im DFB-Pokal hat nach zwei eklatanten Fehlentscheidungen an Fahrt aufgenommen. In Köln übersah Schiedsrichter Tobias Welz mit seinem Team ein offensichtliches Abseits, bevor Bayern traf. Der Vorfall sorgte bei Vereinen und Fans gleichermaßen für Frust.
Auch Eintracht Frankfurt litt unter einem VAR-Patzer. Trainer Dino Toppmöller kritisierte die Entscheidung, ein entscheidendes Tor im Spiel gegen Heidenheim nicht zu geben. Der Fehler verstärkte die Verärgerung über die inkonsistente Spielleitung.
Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees schlägt vor, den Videobeweis ab der zweiten Runde des DFB-Pokals einzuführen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Bayern-Chef Max Eberl unterstützt den Vorschlag und argumentiert, dies würde die Fairness erhöhen. Doch das Vorhaben scheitert bisher an finanziellen Hürden.
Der VAR kostet in der Bundesliga und Bundesliga 2 derzeit rund 11 Millionen Euro pro Saison, zusätzlich kommen fast eine Million Euro für das Personal hinzu. Auf 612 Spiele umgelegt entspricht das etwa 20.000 Euro pro Partie. Viele Vereine außerhalb der Top-Ligen verfügen nicht über die nötige Technik, und die Finanzierung ist noch ungeklärt.
Der Druck, den Videobeweis bereits früher im DFB-Pokal einzusetzen, bleibt bestehen. Doch Kosten und logistische Herausforderungen stehen im Weg. Ohne zusätzliche Mittel könnten kleinere Vereine Schwierigkeiten haben, das System zu übernehmen. Solange Fehler weiterhin Spiele beeinflussen, wird die Debatte wohl anhalten.






